Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Zahl der Demenzkranken steigt auch im Rhein-Kreis Neuss drastisch

Gesundheit |

Rund 160 Besucher nahmen im Forum der Sparkasse Neuss an einer Veranstaltung zum Thema Demenz teil, die der Arbeitskreis Demenz der Gesundheitskonferenz im Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt organisiert hatte. Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky bei der Eröffnung: "Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Zahl der Alzheimerkranken bereits in wenigen Jahren drastisch steigen. Über dieses gesellschaftlich so wichtige Thema zu informieren, ist daher erklärtes Ziel des Rhein-Kreises Neuss." Unter den Veranstaltungsteilnehmern war auch der stellvertretende Landrat und Vorsitzende des Kreissozial- und Gesundheitsausschusses, Dr. Hans-Ulrich Klose, der sich mit dem Kreistag schon früh dafür eingesetzt hat, Fragen zum Leben im Alter umfassend aufzuarbeiten. Etwa 5.000 Demenzkranke leben zurzeit im Rhein-Kreis Neuss. Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl der Menschen mit Demenzerkrankungen im Kreisgebiet auf 8.400 steigen, so Carsten Rumpeltin, Geschäftsführer der Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss. Dr. Joachim Gutzke von den Augustinuskliniken Neuss schilderte die Symptome einer Demenzerkrankung, zum Beispiel Vergesslichkeit, eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis, reduzierte Auffassungsgabe und Orientierungsschwierigkeiten. Auch Wortfindungsstörungen, Sprachzerfall und Affektstörungen treten auf. Dazu kommen im Einzelfall Persönlichkeitsabbau, Verarmungswahn, Wahnideen oder Halluzinationen. Brigitte Merkwitz, Praxis für Beratung und Bildung in der Altenarbeit Alfter, schilderte den angemessenen Umgang mit demenzkranken Menschen. Dazu gehört beispielsweise deutliches und langsames Sprechen in kurzen, einfachen Sätzen und Handlungsanweisungen nur in Schritten. Bernd Orlob, Vormundschaftsrichter am Amtsgericht Neuss, informierte über Vorsorgevollmachten. Mit einer Vorsorgevollmacht kann zum Beispiel die Einwilligung in medizinische Eingriffe oder die Unterbringung in einem Pflegeheim geregelt werden. Eine Vielzahl von Einrichtungen beteiligte sich mit Informationsständen an der Veranstaltung: die Betreuungsstelle des Rhein-Kreises Neuss, das Demenz-Servicezentrum für die Region Düsseldorf, der Pflege-Selbsthilfeverband, der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes, die Beratungsstelle über Hilfe im Alter, die Alzheimer-Gesellschaft, der Medizinische Dienst der Krankenkassen, der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft und die Neusser Augustinuskliniken.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.