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Kreiswerke: Kein PFT im Trinkwasser

Umwelt |

Unmittelbar nachdem bekannt geworden war, dass in Oberflächenwässern und Trinkwässern des Hochsauerlandkreises erhöhte Konzentrationen von Perlfluortensiden (PFT) nachgewiesen wurden, haben die Kreiswerke die Entnahme von Proben im Bereich des Reinwasserausganges der Werke Mühlenbusch, Driesch und Wickrath veranlasst. Jetzt liegen die Ergebnisse des mit der Untersuchung beauftragten Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wasserforschung GmbH vor: Im Trinkwasser der Kreiswerke konnten keine PFT-Spuren nachgewiesen werden. PFT gilt als toxikologisch bewertbar, allerdings ist die Datenlage im Hinblick auf eine mögliche gesundheitliche Gefährdung nicht vollständig. Die Trinkwasserverordnung von 2001 enthält für PFT und seine Leitsubstanzen PFOA und PFOS keine spezifischen Grenzwerte. Die Trinkwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) beim Umweltbundesamt nennt in ihrer Stellungsnahme vom 13.07.2006 einen lebenslang gesundheitlich duldbaren Höchstwert von bis zu 300 Nannogramm je Liter. Die Nachweisgrenze liegt unterhalb von einem Nannogramm je Liter. Kreiswerke Geschäftsführer Klaus Steiner wies darauf hin, dass sich die Wassergewinnung in den Einzugsgebieten der Kreiswerke grundsätzlich von der Situation der bislang betroffenen Wasserversorger unterscheidet. Die Kreiswerke fördern ausschließlich Grundwasser. Im Gegensatz zu Oberflächenwässern beispielsweise aus Talsperren oder Uferfiltrat sind Hinweise über ein Eindringen von PFT, PFOA und PFOS in die Grundwasserleiter sind bisher nicht bekannt.

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