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Kunstprojekt "Die Rote Couch im Rhein-Kreis Neuss" endet Finissage mit Künstler im Kreiskulturzentrum

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Das gemeinsame Kunstprojekt "Die Rote Couch im Rhein-Kreis Neuss" der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss, des Rhein-Kreises Neuss und der Sparkasse Neuss endete jetzt mit einer Finissage im Kreiskulturzentrum Rommerskirchen-Sinsteden. Die Ausstellung "Die Rote Couch im Rhein-Kreis Neuss" war ein kultureller Höhepunkt 2006 und wurde von den Besuchern gut angenommen. 60 meist großformatige, faszinierende Portraits aus den unterschiedlichsten Regionen Amerikas, Europas und speziell aus dem Rhein-Kreis Neuss sowie einige Videoinstallationen hatte Horst Wackerbarth für die Ausstellung im Kreiskulturzentrum zusammengestellt. Die Besucher erhielten Einblicke in die Reiserouten der Roten Couch und damit wurden ihnen zahlreiche Bevölkerungsgruppen, aber auch Berufe und Landschaften vorgestellt. Je nach Beruf, Hobbys oder Lebenseinstellung der Interviewpartner versucht Horst Wackerbarth Bezüge zum Umfeld herzustellen. Ein Fischer nimmt das Sofa mit auf sein kleines Boot und wird beim Angeln fotografiert, eine Bäuerin sieht man am Feldrand mit ihren geernteten Früchten auf der Couch sitzen. Für den irischen Pferdezüchter wird das Sofa auf eine Wiese zwischen Grabsteinen verstorbener Pferde und grasenden Tieren gestellt. Horst Wackerbarth, 1950 in Fritzlar geboren, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel Fotografie. Von 1978 bis 1987 arbeitete er für zahlreiche nationale und internationale Magazine wie den "Stern", "Elle", "Max" und das "Sunday Times Magazine" sowie für renommierte deutsche Werbeagenturen. 1990 gründete Horst Wackerbarth die Akademie Bildsprache, die Tendenzen in der Werbung und der Fotografie auf ihre Bildsprache hin analysiert und jährlich den so genannten "LeadAward" für Mediendesign und Medienmarketing vergibt. Inzwischen jedoch widmet sich Horst Wackerbarth, dessen Arbeiten bereits in zahlreichen Ausstellungen zu sehen waren, primär seiner "Galerie der Menschheit", die zu seinem Lebensprojekt geworden ist. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow, Peter Gabriel, Sir Peter Ustinov und Lord Yehudi Menuhin nahmen seit 1980 auf ihr Platz. So standen Horst Wackerbarth bis heute über 600 Menschen auf der Couch in einem Interview Rede und Antwort und ließen sich fotografieren und filmen. In Rahmen des Kunstprojektes hat im August in Zusammenarbeit mit der Neuss-Grevenbroicher Zeitung und dem Lokalradio NE-WS 89.4 ein Voting über die Persönlichkeit stattgefunden, die den Rhein-Kreis Neuss in Wackerbarths "Galerie der Menschheit" vertreten soll. Dazu wurde eine Liste mit zehn Personen erstellt, aus der die Leser der Zeitung und die Hörer des Radios auswählen konnten. Die Leser und Hörer haben ihre Entscheidung getroffen: Margret Huth aus Neuss gehört auf die Rote Couch. Die elffache Mutter, die zudem drei Pflegekinder großgezogen hat, ist von Horst Wackerbarth fotografiert und in seine "Galerie der Menschheit" als Gesicht des Rhein-Kreises Neuss aufgenommen worden. Neben zwei bereits erworbenen großformatigen Bildern Wackerbarths ist es der Sparkassenstiftung gelungen, auch das Portrait von Margret Huth aus Neuss zu erwerben. Es soll als Dauerleihgabe im Kreishaus Neuss ausgestellt werden. Sparkassenvorstandsmitglied Stefan Mölder und Reinhard Tiefenthal übergaben das Bild im Rahmen der Finissage an Landrat Patt. Rund 300 Menschen hat Horst Wackerbarth im Rhein-Kreis Neuss fotografiert, "und er hat diese Menschen glücklich gemacht", betonte Mölder in seiner Rede. Auch die Fotos und Videoaufnahmen, die Wackerbarth im Jugendhilfezentrum Raphaelshaus in Dormagen mit Jugendlichen machte, werden eine nachhaltige Erinnerung an dieses Kunstprojekt im Rhein-Kreis Neuss bleiben. Die im Jahr 1988 gegründete Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss hat mit den Erträgen von jährlich rund 100.000 Euro bereits viele kulturelle Glanzlichter im Rhein-Kreis Neuss gesetzt. In Grevenbroich konnte im Jahre 1992 das Skulpturen-Ensemble von Heinz Mack "Formen des Wachsens" vor dem Ständehaus platziert werden. Nur ein Jahr später konnte die Stiftung die nächste Dauerleihgabe vor dem Ständehaus präsentieren. Hierbei handelt es sich um "den Thron des Arbeiters", eine Skulptur von Antatol Herzfeld, die bereits auf der Bienale von Antwerpen gezeigt wurde. Mit der Aktion Kohle für Kohle in den Jahren 2000 - 2004 wurde die Stiftungsarbeit weit über den Rhein-Kreis Neuss bekannt gemacht. Die Künstler James Rizzi, Otmar Alt, Stefan Szcesny und Professor Ernst Fuchs zogen zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland nach Grevenbroich. Bleibende Erinnerung an diese Aktion ist der Turmkater von Otmar Alt im Kreisverkehr vor der Sparkasse Neuss und dem Kreishaus in Grevenbroich. Durch Verpflichtung von Ian Hamilton Finlay und Ulrich Rückriem wurden weitere Kunstdenkmäler geschaffen. Ian Hamilton Finlay erstellte im Rahmen der Landesgartenschau 1994/95 in Grevenbroich neun Kunstwerke und Ulrich Rückriem füllte die in Sinsteden errichteten Kulturhallen mit zahlreichen Skulpturen.

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