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Höchste Beschäftigungsquote von Schwerbehinderten seit 16 Jahren

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Mehr als sechs Millionen Schwerbehinderte leben in Deutschland, Menschen also, deren Grad der Behinderung 50 und mehr beträgt. Vorurteile und Vorbehalte sowie die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erschweren nach wie vor die berufliche Integration behinderter Menschen. Viele Arbeitgeber meinen immer noch, sie seien häufiger krank oder aufgrund ihres Handicaps nicht ausreichend qualifiziert und motiviert. Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, zugleich Personaldezernent, kommt für die Kreisverwaltung zu einem anderen Urteil: "Wir haben sehr positive Erfahrungen mit der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen gemacht, die sich genauso leistungsstark und motiviert zeigen, wie ihre nichtbehinderten Kolleginnen und Kollegen. In den vergangenen Jahren haben wir deshalb die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen intensiv gefördert. Seit 1999 ist es beispielsweise gelungen, in jedem Jahr einen Ausbildungsplatz mit einem schwerbehinderten jungen Menschen zu besetzen." Der Lohn dieses Engagements ist die höchste Gesamtbeschäftigungsquote von Schwerbehinderten bei der Kreisverwaltung seit 16 Jahren, die Kreisdirektor Petrauschke als gemeinsamen Erfolg von Schwerbehindertenvertretung, Arbeitgebervertretung für Schwerbehindertenangelegenheiten und Personalrat wertet. Jeder Betrieb mit mehr als 15 Mitarbeitern ist gesetzlich verpflichtet 5 Prozent Schwerbehinderte zu beschäftigen oder eine Ausgleichsabgabe an die Hauptfürsorgestelle zu zahlen, die bei den Landschaftsverbänden angesiedelt ist. Die Kreisverwaltung Neuss beschäftigt bei rund 1 000 Mitarbeitern 69 Schwerbehinderte und liegt mit einer Quote von 6,64 Prozent deutlich über der Vorgabe. Auch die beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich, die es mit Blick auf ihre Aufgabenstellungen schwerer haben, Behinderte einzusetzen, konnten ihre Beschäftigungsquote annähernd halten bzw. im Fall von Dormagen leicht verbessern. Im bundesweiten Vergleich schneidet die Kreisverwaltung ebenfalls gut ab. Die zuletzt festgestellte Gesamtquote der öffentlichen Arbeitgeber (Landes- und Kommunalverwaltungen) lag 2002 im Durchschnitt bei 5,2 Prozent. Lediglich der Bund und die Bundesministerien erreichten für 2003 eine höhere Beschäftigungsquote von 7,1 Prozent. Schwerbehindertenvertretung wieder gewählt Mit diesen für die Kreisverwaltung erfreulichen Ergebnissen stellte sich die Schwerbehindertenvertretung für die Kreisverwaltung auf der Schwerbehindertenversammlung zur Wiederwahl. Im Amt wurden Klaus Nowak als Vorsitzender und Anja Steinbach als Stellvertreterin mit großer Mehrheit bestätigt. Für den ausgeschiedenen zweiten Stellvertreter Heinrich Maaßen wurde neu Swen Bartz ins Amt gewählt. Auch in der kommenden Amtszeit will sich die Schwerbehindertenvertretung für die Beschäftigung von mehr schwerbehinderten Menschen in der Kreisverwaltung engagieren.

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