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Kreisverwaltung stellt sich auf den Prüfstand

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"Sie gehören zu den Besten im Konzert der Kreise in Nordrhein-Westfalen." Das Lob der Leiterin für überörtliche Prüfung und Beratung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) NRW aus Herne hat Landrat Dieter Patt gerne vernommen. Zusammen mit zehn Prüfern der GPA hatte Doris Krüger die Kreisverwaltung ein Jahr lang geprüft und mit den übrigen 30 nordrhein-westfälischen Kreisen verglichen. Im landesweit einheitlichen Beurteilungssystem schnitt die Kreisverwaltung insgesamt gut ab und erhielt keine einzige "rote Ampel", die unbedingten Handlungsbedarf signalisiert. Nun stellt sich die Kreisverwaltung erneut auf den Prüfstand. Mit einer vertiefenden, externen Organisationsuntersuchung durch die renommierten Unternehmensberater der PricewaterhouseCoopers AG aus Düsseldorf sollen Optimierungspotenziale identifiziert werden. "Die Kreisverwaltung ist gut aufgestellt", davon ist Landrat Dieter Patt überzeugt, "aber es gibt nichts, was man nicht noch besser machen könnte". Patt folgt damit auch dem Wunsch des Kreistages, der sich für eine Organisationsuntersuchung ausgesprochen hat. Am Anfang der Untersuchung, die vor wenigen Tagen begonnen hat, steht - aufbauend auf den Ergebnissen der Gemeindeprüfungsanstalt NRW - eine Globalanalyse der Kernverwaltung im Sinne einer "Stärken-Schwächen-Analyse". In einer zweiten Projektphase sollen ausgewählte Aufgabenbereiche der Kreisverwaltung detailliert untersucht werden. Landrat Patt: "Ziel dieser Untersuchung ist vorrangig nicht der weitere Personalabbau, sondern die Optimierung von Arbeitsabläufen und -prozessen unter Beachtung der Grundsätze einer bürgerfreundlichen Kreisverwaltung. Dabei sollen keine abstrakten Modelle im Elfenbeinturm einer Beraterfirma entwickelt werden, sondern umsetzbare Vorschläge diskutiert und erarbeitet werden. Wir wollen uns als Kreisverwaltung den veränderten Anforderungen an Aufgabenstellungen, Kundenservice und technische Unterstützung mit Kompetenz und Engagement stellen, um zukünftigen Herausforderungen besser begegnen zu können." Ergebnisse der externen Organisationsuntersuchung werden für die erste Jahreshälfte 2007 erwartet. Daneben stellt sich die Kreisverwaltung seit einigen Monaten im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens den RAL-Güte- und Prüfkriterien als mittelstandsorientierte Verwaltung durch den TÜV Nord. Als eine der ersten Verwaltungen Deutschlands will der Rhein-Kreis Neuss die Güte- und Prüfbestimmungen erfüllen, die vor allem Anforderungen an Bearbeitungsfristen und Genehmigungsverfahren beinhalten. Das neue Gütezeichen des RAL Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. soll Unternehmen eine wichtige Orientierungshilfe bieten: Denn eine mit dem RAL-Gütezeichen "mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung" zertifizierte Kommune ist als Standort besonders attraktiv. "Bereits seit Jahren sind für die Kreisverwaltung Bürgerfreundlichkeit, Wirtschaftsfreundlichkeit und Mittelstandsorientierung wichtige Handlungsleitlinien. Zahlreiche Rankings und Vergleichsanalysen bestätigen dies. Wir stellen uns dem Wettbewerb und wollen mit unserer Kreisverwaltung Standortfaktor für Unternehmen und Menschen im Rhein-Kreis Neuss sein", bekräftigt Patt.

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