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Kreisgesundheitsamt führt Telefonumfrage zum Thema Organspende durch

Gesundheit |

Das Gesundheitsamt startet am 25. Januar mit Hilfe des Landesinstituts für den öffentlichen Gesundheitsdienst eine Telefonumfrage zum wichtigen Thema Organspende. Hierfür werden in den nächsten drei bis vier Wochen rund 500 Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Kreis Neuss ab 14 Jahren nach ihrer Einstellung zum Thema Organspende befragt. "Wir möchten gerne sehen, ob sich bereits positive Trends gegenüber der ersten Telefonbefragung, die wir im April 2005 durchgeführt hatten, abzeichnen" erklärt Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky. Bei der ersten Umfrage standen 76,3 Prozent der Bevölkerung einer Organspende positiv gegenüber, 14,3 Prozent äußerten sich positiv mit gewissen Bedenken. Mankowsky bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die nach dem Zufallsprinzip zur Mitwirkung an dieser Umfrage angerufen werden, sich daran zu beteiligen. Trotz der insgesamt positiven Einstellung zur Organspende zeigte sich, dass nur 12,7 Prozent der Befragten einen Organspendeausweis besitzen. Damit liegt der Rhein-Kreis Neuss im Bundestrend. In der Bundesrepublik stehen ca. 12. 000 Bürger auf der Warteliste für ein Spenderorgan, aber nur 4.000 Transplantationen können derzeit aufgrund Organmangels jährlich durchgeführt werden. Täglich sterben drei Patienten, für die kein lebensrettendes Organ zur Verfügung steht. "Aus diesem Grunde haben wir im letzten Jahr eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt", so Dr. Michael Dörr, Leiter des Gesundheitsamtes. Unterstützung fand das Gesundheitsamt auch bei vielen Schülerinnen und Schülern, die im Mai bei einem Malwettbewerb beeindruckende Bilder eingereicht hatten. Die Preisträgerbilder sind auf der Homepage des Gesundheitsamtes www.rhein-kreis-neuss.de/gesundheitsamt zu finden. Sie werden außerdem am 30. Januar in der Sparkasse Grevenbroich erneut vorgestellt und dort über einige Wochen zu sehen sein. Ende Mai fand eine Live-Radiosendung mit dem Lokalsender NE-WS 89.4 und Experten der benachbarten Transplantationszentren statt, bei der Hörerfragen beantwortet wurden. Zum Organspendetag Anfang Juni fand ferner eine Fortbildung für Ärzte und Apotheker statt. Bürgerinnen und Bürger können in jeder Zweigstelle des Gesundheitsamtes, bei der Kreisverwaltung und in vielen Apotheken und Arztpraxen einen Organspendeausweis erhalten. Bei Rückfragen zur Telefonumfrage oder zum Thema allgemein steht Achim Barschel - Arzt im Gesundheitsamt - unter der Tel.-Nr. 02181 / 601 - 53 96 zur Verfügung.

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