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Patt: "Der Rhein-Kreis Neuss wird weiter aktiv helfen"

Umwelt |

Der Kreisausschuss gab in seiner jüngsten Sitzung in Neuss einstimmig grünes Licht für die Realisierung von "Maßnahmen durch Optimierung von Oberflächengewässern" im Stadtgebiet Korschenbroich. "Die von der Stadt vorgesehen Maßnahmen werden wir als Rhein-Kreis Neuss zu 50 Prozent fördern", erklärt Landrat Dieter Patt. Mit 161.000 Euro ist dies die größte Einzelposition eines dreiteiligen Zuschuss-Pakets aus dem Kreishaushalt 2005 zur Unterstützung von Lösungsschritten für die Grundwasserproblematik. Landrat Patt: "Der Rhein-Kreis Neuss wird weiter aktiv helfen."

Der Maßnahmenkatalog der Stadt Korschenbroich entspricht im Wesentlichen den von der Unterarbeitsgruppe 3 ausgesprochenen Empfehlungen zur Optimierung der oberirdischen Gewässer. Die Seitengräben des Trietbaches und des Grabens am Neersener Weg sollen reaktiviert und der Pescher Graben soll für ein so genanntes "100-jährliches Abflussereignis" neu profiliert werden; dabei ist die Öffnung einer Gewässer-Rohrstrecke vorgesehen. Dies wird dem schnelleren Abfluss von Oberflächenwasser sowie der Abführung von hoch anstehendem Grundwasser dienen. Die Maßnahmen werden schrittweise – bis 2009 – realisiert werden. An Stelle der Einstellung der Einleitung aus der alten Niers in den Neersbroicher Graben soll die nicht versickerte bzw. verdunstete Teilmenge ca. 1.200 Meter unterhalb der Einleitstelle direkt wieder der Niers zugeführt werden. Die Kosten für das Stufenmodell werden insgesamt auf 322.000 Euro geschätzt.

Ergänzend zu den städtischen Maßnahmen wird der Niersverband ein Entwicklungskonzept für den Trietbach einschließlich einer Querverbindung Fluitbach/Trietbach und Trietbach/Niers erarbeiten. Der Erftverband wird darüberhinaus die Entschlammung des Jüchener Baches in der Ortslage Kleinenbroich fortführen.

Zur Grundwasserproblematik in Dormagen-Gohr wurde vom Erftverband im Auftrag des Rhein-Kreises Neuss eine hydraulische Lösung entwickelt. Entsprechend der Verfahrenweise für den Raum Korschenbroich sollen die Kosten für eine hydraulische und eine bautechnische Lösung ermittelt und darauf basierend über das weitere Vorgehen entschieden werden. An den Kosten der für Dormagen-Gohr geplanten Gutachter-Untersuchung zur hydraulischen Lösung beteiligt sich der Rhein-Kreis Neuss mit einem Drittel, das sind bis zu 5.000 Euro.

Ein Betrag von rund 1.150 Euro ist für die im Auftrag der Stadt Kaarst beabsichtigte hydraulische Berechnung des Nordkanals vorgesehen. Das sind 50 Prozent der Kosten für eine ergänzende Untersuchung zum bereits bestehenden Nordkanalgutachten.

Bereits seit 2000 engagiert sich der Rhein-Kreis Neuss auch finanziell bei der Bewältigung der Grundwasserproblematik. Für Hilfsmaßnahmen, Gutachten und Untersuchungen wurden bisher – d.h. ohne das aktuelle Maßnahmenpaket - rund 340.000 Euro aus Kreismitteln investiert. Insgesamt hat der Kreistag für alle Hilfsmaßnahmen bis zum Jahre 2008 rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Als direkt für die betroffenen Bürger greifbare Praxishilfe hat der Rhein-Kreis Neuss den bautechnischen Ertüchtigungskatalog von Prof. Brameshuber erstellen lassen und im Technologiezentrum Glehn eine individuelle Grundwasserberatung durchgeführt.

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