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Hilfe für Flüchtlingskinder

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Im Kreishaus Neuss konnte Landrat Dieter Patt jetzt erneut Gäste aus Kolumbien begrüßen. Schwester Claudia Amaya vom Bethlemita-Orden und Sozialbetreuerin Angela Maria Gonzáles aus der Region Caquetá im südlichen Amazonasgebiet waren ins Neusser Kreishaus gekommen, um mit Landrat Patt über ihre Arbeit und die Verbindungen nach Kolumbien zu sprechen. Bei früherer Gelegenheit hatte Patt sich bereits mit Bischof Jorge Alberto Ossa Soto aus Florencia, der Departmenthauptstadt des Caquetá, getroffen. Die Kolumbianerinnen hielten sich auf Einladung der Pfarrgemeinde St. Georg Neuenhoven im Rhein-Kreis Neuss auf. Den Kontakt zum Landrat hatte Ursula Klaff, Koordinatorin des von der Pfarrgemeinde und dem Eine-Welt-Forum Jüchen federführend betreuten Projekts "Hilfe für Flüchtlingskinder in Florencia/Kolumbien", hergestellt. Wie Claudia Amaya und Angela Maria Gonzáles Landrat Patt berichteten, konzentrieren sich die Bethlemita-Schwestern in ihrem von Gewalt geschüttelten Land seit 2002 auf die Hilfe der ärmsten Flüchtlingsfamilien in Florencia, wo derzeit über 30 000 Menschen Zuflucht suchen. Mit den Spendenmitteln, die die Schwestern erhalten, werden zum Beispiel kleine Parzellen gekauft, damit die Familien sich darauf einfache Unterkünfte errichten, um vor Regen geschützt zu sein. Auch wird den Flüchtlingskindern nach der Schule die Möglichkeit geboten, in Betreuung ihre Hausaufgaben zu erledigen, zu spielen und zu beten. Sonst bliebe ihnen nur die Straße. Zurzeit bauen die Bethlemita-Schwestern ein Ernährungs- und Gesundheitsprogramm für die Flüchtlingskinder auf. Landrat Patt betonte, dass der Bethlemita-Orden damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe für die Region wahrnimmt und es gerade bei der Gewalt- und bei der Gesundheitsprävention darauf ankommt, bereits im Kindesalter anzusetzen. Die Verbindungen nach Kolumbien, erläuterte Patt, seien nicht nur wirtschaftliche Kontakte. Neben der Sportförderung seien dies humanitäre Hilfsprojekte. Bei seiner Kolumbien-Reise im Herbst 2004 zum Beispiel konnte der Landrat in Bogotá eine Spende von 2.670 Euro an die Shakira-Stiftung - einem Kinderhilfsprogramm - für einen Schulneubau überreichen. Gesammelt worden war der Betrag durch Wohltätigkeitsprojekte der Städtischen Realschule Dormagen, die ihr Engagement fortsetzt und zwischenzeitlich weitere 4.740 Euro für die Shakira-Stiftung zusammengebracht hat. Landrat Patt hält auch Kontakte zum Neusser Orden der Schwestern vom armen Kinde Jesu, die in Kolumbien mehrere Hilfsprojekte betreuen, und zu den Schwestern des Mutter-Theresa-Ordens. Nach dem Gespräch mit den Vertreterinnen des Bethlemita-Ordens erklärte sich Patt spontan bereit, für die Kolumbienarbeit der Jüchener Initiative zu prüfen, in welchen Bereichen Kooperationen möglich sind. Spendenkonto für die Flüchtlingskinder in Florencia: Wer das Projekt "Hilfe für Flüchtlingskinder in Florencia/Kolumbien" finanziell unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Konto des Eine-Welt Forums Jüchen mit der Nummer 80 06 45 46 bei der Sparkasse Neuss (BLZ 350 500 00) einzahlen - Kontakt: Ursula Klaff, Telefon (02165) 21 82, E-Mail ursula.klaff@addcom.de.

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