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Immer mehr Blink-Muffel

Straßenverkehr |

Im Straßenverkehr wird immer seltener geblinkt. Jeder fünfte Autofahrer blinkt nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht beim Überholen nur selten oder nie. Zum Parken oder Ausparken setzt fast die Hälfte nicht das entsprechende Zeichen. Dabei gefährden die Blinkmuffel nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Das Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreis Neuss macht darauf aufmerksam, dass das Blinklicht ein wichtiges Mittel zur Verständigung im Straßenverkehr ist, das Missverständnisse und Unfälle vermeidet. "Wichtig ist daher vor jedem Abbiegevorgang den Blinker zu betätigen", betont Amtsleiter Klaus Schirm. Auch beim Anfahren vom Straßenrand ist das Setzen des Blinkers vorgeschrieben. Für Kreisverkehre gelten ebenfalls einheitliche Vorschriften. "Hier ist das Blinken bei der Einfahrt in den Kreisverkehr verboten. Geblinkt wird erst bei der Ausfahrt aus dem Kreisel", erläutert Schirm, der zu berichten weiß, dass die Autofahrer oft jedoch genau umgekehrt handeln. "Dadurch werden vor allem die einfahrenden Fahrzeuge verunsichert und letztendlich der Verkehrsfluss beeinträchtigt."

Wer dem Verlauf einer abknickenden Vorfahrt folgt, muss ebenso blinken. Es gibt aber auch Situationen, wie beim Fahrspurwechsel, in denen das Blinklicht fälschlicherweise so eingesetzt wird, als ob es dem Nutzer ein Vorrecht verschaffen würde. "Es gelten bei einem Fahrspurwechsel immer noch die alten Fahrschulregeln", stellt Amtsleiter Schirm dazu fest: "Zuerst einen Blick in den Rück- und Außenspiegel sowie über die Schulter, den Blinker einschalten und erst dann, wenn die Überholspur frei ist, die Fahrspur wechseln."

Klaus Schirm: "Das Setzen des Fahrtrichtungsanzeigers minimiert grundsätzlich das Unfallrisiko und trägt zur Sicherheit bei. Nur so ist die Fahrtabsicht der Verkehrsteilnehmer untereinander berechenbar."

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