Stapel regionaler Zeitungen

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Weltjugendtag auch im Rhein-Kreis Neuss ein bewegendes Ereignis

Bürgerservice |

Mit der Abschluss-Messe auf dem Marienfeld vor rund einer Million Menschen sind am vergangenen Sonntag der Weltjugendtag und der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Köln zu Ende gegangen. Rund 30.000 Pilgerinnen und Pilger waren im Rhein-Kreis Neuss zu Gast. Landrat Dieter Patt sprach von einem sehr bewegenden und gelungenen Fest der Begegnung in Köln und in der gesamten Region. Er lobte die große Gastfreundlichkeit und das Engagement der vielen Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Kreis Neuss, die "ihre Türen und Herzen weit geöffnet hatten, um die ausländischen Gäste aus allen Teilen der Welt herzlich willkommen zu heißen". Damit habe auch der Rhein-Kreis Neuss mit seinen Städten und Gemeinden zum Erfolg des Weltjugendtages beigetragen. "Mein Dank gilt allen Gastfamilien, den Kirchengemeinden und den vielen Unternehmen, die sich außerordentlich engagiert und die Heimat hervorragend repräsentiert haben. Ausdrücklich möchte ich auch meine Anerkennung den vielen ehrenamtlichen Helfern, Betreuern und Rettungskräften aus dem Kreis aussprechen, die sich mit Begeisterung für den Weltjugendtag eingesetzt haben. Großes Lob gebührt aber auch unseren Gästen aus allen Teilen der Welt. Sie waren Gäste, wie man sie sich nur wünschen kann", sagte Patt. Zufrieden zeigte sich auch Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke mit dem Ablauf des Weltjugendtages aus rettungsdienstlicher Sicht. "Gott sei Dank sind große Schadenslagen oder gar Katastrophen ausgeblieben. Insgesamt können wir ein positives Fazit ziehen", resümierte Petrauschke. Innerhalb des Kreisgebietes erfolgte lediglich am vergangenen Samstag ein größerer Einsatz des Rettungsdienstes im völlig überfüllten Neusser Bahnhof. Tausende Pilger wollten dort die direkte Zugverbindung Neuss-Grevenbroich-Dormagen/Horrem nutzen, um zum Marienfeld zu gelangen. Drei Personen mussten notärztlich versorgt werden, eine davon reanimiert werden. Zum Einsatz kam auch die vom Rhein-Kreis Neuss in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen gestellte rettungsdienstliche Transportkomponente. 15 Stunden lang kümmerten sich 44 Rettungsassistenten unter der Führung einer Leitenden Notärztin um die zumeist unterkühlten Pilger auf dem Marienfeld. 20 Krankenwagen aus dem Kreis waren dabei im Einsatz. Zusätzlich wurden über die Kreisleitstelle auch die Ortsverbände Grevenbroich und Neuss des Technischen Hilfswerks (THW) zum Marienfeld entsandt, nachdem eine entsprechende Anforderung von der örtlichen Einsatzleitung erfolgte . Ohne größere Probleme erfolgte auch die Unterbringung von rund 2.000 Pilgern in den vier Berufsbildungszentren des Kreises, in Neuss, Dormagen und Grevenbroich. Im Berufsbildungszentrum in Grevenbroich campieren noch bis zum Wochenende rund 270 Pilger aus Honduras, die am vergangenen Sonntag keinen Rückflug in die Heimat bekommen hatten. Auf Einladung und Vermittlung von Landrat Dieter Patt waren auch 74 Jugendliche und drei Geistliche aus dem schlesischen Partnerkreis Mikolów zum Weltjugendtag im Rhein-Kreis Neuss gekommen. Sie erhielten Unterkunft und Verpflegung im Berufsbildungszentrum Neuss, Weingartstraße. Der Rhein-Kreis Neuss und der polnische Kreis Mikolow sind seit über zehn Jahren in enger Partnerschaft miteinander verbunden und haben im Rahmen des deutsch-polnischen Jahres, dass das Auswärtige Amt vom Mai 2005 bis Mai 2006 ausgerufen hat, die Durchführung zahlreicher gemeinsamer Projekte in Mikolow und dem Rhein-Kreis Neuss vereinbart. Der Weltjugentag in Köln war für die polnischen Jugendlichen im Alter von 16 bis 22 Jahren nach eigenen Angaben ein "unvergessliches Erlebnis".

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.