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Integration von Schwerbehinderten

Soziales |

Arbeit ist eine wichtige Voraussetzung, um soziale Kompetenz zu erlangen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat dazu geführt, dass in der Regel nur leistungsstarke Menschen reelle Chancen haben, einen Beruf zu erlernen und einen qualifizierten Arbeitsplatz zu bekommen. Die Möglichkeiten, für schwerbehinderte Menschen einen geeigneten und behindertengerechten Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu schaffen und zu erhalten, haben daher besondere Bedeutung und sind mit der Novellierung des Schwerbehindertenrechts im Jahre 2001 nochmals gestärkt und fortentwickelt worden. Jeder Betrieb mit mehr als 15 Mitarbeitern muss fünf Prozent Schwerbehinderte beschäftigen oder eine Ausgleichsabgabe an die Hauptfürsorgestelle zahlen, die bei den Landschaftsverbänden angesiedelt ist.

Die Kreisverwaltung Neuss beschäftigt bei rund 1.100 Mitarbeitern 69 Schwerbehinderte und liegt mit einer Quote von 6,28 Prozent (Vorjahr 6,34) über der gesetzlichen Vorgabe. Bereits seit drei Jahren braucht sie daher keine Ausgleichsabgabe mehr abzuführen.

Als wichtigen Erfolg bezeichnet Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, der gleichzeitig auch Personaldezernent ist, dass es seit 1999 gelungen sei, in jedem Jahr einen Ausbildungsplatz mit einem schwerbehinderten jungen Menschen zu besetzen. "Das ist ein gemeinsamer Erfolg von Schwerbehindertenvertretung, Arbeitgebervertretung für Schwerbehindertenangelegenheiten und des Personalrates", so Petrauschke. Auch die beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen (2,75 Prozent) und Grevenbroich (3,65 Prozent), die es mit Blick auf ihre Aufgabenstellungen schwerer haben, Behinderte einzusetzen, konnten ihre Beschäftigungsquote in 2004 annähernd halten bzw. im Fall von Dormagen leicht verbessern.

Im bundesweiten Vergleich liegt die Kreisverwaltung klar über der zuletzt festgestellten Gesamtquote der öffentlichen Arbeitgeber (Landes- und Kommunalverwaltung) in 2001. Diese lag bundesweit bei 5,1 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bei 5,6 Prozent. Lediglich die Bundesministerien erreichten für 2002 eine höhere Gesamtquote von 6,7 Prozent.

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