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Vogelgrippe: Auch das letzte Huhn muss gemeldet sein

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Wegen der Vogelgrippe-Gefahr müssen Geflügelhalter strengere Vorschriften einhalten. Wie das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss mitteilt, hat das Landwirtschaftsministerium eine Verordnung über Untersuchungen auf die klassische Geflügelpest erlassen. Sie gilt ab sofort und vorläufig bis Ende Februar 2006. Daraus ergeben sich für die gewerbliche Freilandgeflügelhaltung und für alle privaten Halter Konsequenzen. Wer mehr als 100 Tiere besitzt muss diese zwischen dem 15. Oktober und 15. Dezember auf Geflügelpest untersuchen lassen. Wer die Tiere in geschlossenen Ställen halten kann, ist von der Untersuchungspflicht befreit.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt empfiehlt deshalb allen Geflügelhaltern, soweit möglich, die Tiere in geschlossenen Ställen zu halten. Dies sei die wirkungsvollste Vorbeugemaßnahme gegen die Geflügelpest. Darüber hinaus sollte Hausgeflügel keinen Kontakt mit wilden Wasservögeln haben. Bei Freilandhaltung sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen. Zumindest darf die Fütterung künftig nicht im Freien erfolgen, um keine Wildvögel anzulocken. Das generelle Fütterungsverbot im Freien wird Mitte September in Kraft treten.

Alle Jäger, die Enten und Gänse erlegen, sind verpflichtet, Proben zur virologischen Untersuchung auf Influenza A Virus ans Staatliche Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld zu geben. Darüber hinaus haben sie die Pflicht, ein gehäuftes Auftreten von krankem oder verendetem Wild-Geflügel unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzuzeigen.

Aus aktuellem Anlass appelliert das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt an alle Halter von Rebhühnern, Perlhühnern, Wachteln, Puten, Fasanen, Enten, Gänsen und Tauben - auch an die Halter nur einzelner Tiere -, ihrer Anzeigepflicht gegenüber dem Kreisveterinäramt nachzukommen, damit im Ernstfall schnell und gezielt reagiert werden kann.

Auch müssen alle Geflügelhalter die Hygienebestimmungen und Verpflichtungen zu regelmäßigen Gesundheitskontrollen in ihren Betrieben genau beachten. Treten innerhalb kurzer Zeit größere Verluste - mehr als zwei Prozent des Bestandes - auf, so muss dies dem Veterinäramt sofort gemeldet werden. Neben der Anzeigepflicht besteht auch eine Aufzeichnungspflicht - ebenfalls für jeden Geflügelhalter. Diese beinhaltet Zu- und Abgänge von Geflügel sowie bei größeren Geflügelhaltungen, Angaben über die Anzahl der verendeten Tiere und die Gesamtzahl der gelegten Eier. Außerdem weist das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt darauf hin, dass Unbefugte generell keinen Zutritt zu den Tierhaltungen haben sollten.

Vordrucke zur Anzeige des Tierbestandes stehen im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de/veterinaer zur Verfügung. Sie können zudem telefonisch unter der Rufnummer 02181/601-3911 und -3912 angefordert werden. Hier gibt es auch weitere Auskünfte zum Thema, ebenso wie per E-Mail unter veterinaeramt@rhein-kreis-neuss.de.

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