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Landrat Patt besuchte Augustinus-Hospiz in Neuss

Soziales |

Pflege das Leben, wo Du es triffst - diese Worte von Hildegard von Bingen prägen die Arbeit im Augustinus-Hospiz in Neuss. Im März 1995 wurde die Einrichtung am Mutterhaus der Neusser Augustinerinnen, dem Kloster Immaculata, eingeweiht. Jetzt besuchte Landrat Dieter Patt das Hospiz an der Augustinusstraße. Anlass war, dass in diesem Jahr 1.825 Euro aus der Fahrrad-Codieraktion der Kreispolizeibehörde, deren Leiter Landrat Patt neben der Kreisverwaltung auch ist, an das Augustinus-Hospiz gehen.

"Ich freue mich, dass wir mit der Spende einen Förderbeitrag zu Ihrer aufopferungsvollen und wichtigen Arbeit leisten können", sagte Landrat Patt, der sich vor Ort eingehend über das Engagement der Augustinerinnen im Dienste schwerkranker Menschen informierte. Träger des Augustinus-Hospizes, das mit dem Marienheim in Kaarst zu den zwei stationären Hospizen im Kreisgebiet gehört, ist die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern nach der Regel des Heiligen Augustinus. Wie der Geschäftsführer der Genossenschaft, Dr. Gert Ammermann, erläuterte, stehen in den freundlichen und gut ausgestatteten Räumen zurzeit sechs Einbett-Zimmer für Menschen in ihrer letzten Lebensphase zur Verfügung. Das Haus habe einen hervorragenden Ruf und werde stark nachgefragt. Eingebettet in eine Parkanlage, so Ammermann, biete die Einrichtung auch Raum zur Kommunikation für Helfer, Angehörige und Besucher.

Schwester Maria-Goretti ist die Leiterin des Augistinus-Hospizes. Gemeinsam mit Dr. Theo Schillings als ärztlichem Betreuer und ihrem Team kümmert sie sich engagiert um die Menschen in ihrer Obhut. "Ziel unserer Hospiz-Arbeit ist es", erklärt die Ordensschwester mit langjähriger Berufserfahrung als Krankenschwester, "todkranken Menschen alle nötige Hilfe auf ihrem letzten Weg zu geben. Neben der medizinischen und pflegerischen Hilfe ist es auch unser besonderes Anliegen, das emotionale Leiden des Sterbenden aufzufangen."

Unterstützt wird das Hospiz vom Förderverein unter dem stellvertretenden Vorsitz von Dr. Heinz Günther Hüsch. Ca. 70.000 bis 80.000 Euro könne der Verein der Einrichtung jährlich zur Verfügung stellen, berichtete Hüsch, der Landrat Dieter Patt für die Spende der Kreispolizei dankte. "Wenn ein Platz frei ist, wird hier jeder aufgenommen, der anklopft", betonte Hüsch die Philosophie des Hauses. Mit dem Hospiz, erläuterte dazu Generaloberin Schwester Wiltrudis, knüpften die Augustinerinnen dort an, wo der Orden seine Wurzeln habe: Mutter Johanna Etienne, die Gründerin der Gemeinschaft, nahm 1844 im Neusser Hospital - "Et Jastes" genannt - kranke und notleidende Menschen auf, ohne nach Konfession, Nation oder Herkunft zu fragen.

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