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Medikamente - was soll mit in den Urlaub?

Gesundheit |

Die Sommerferien haben angefangen und für viele steht jetzt der Urlaub bevor. Zu den Vorbereitungen gehört auch, dass die Reiseapotheke sorgfältig geprüft wird. Das Kreisgesundheitsamt informiert, welche Medikamente mitgenommen werden sollten: In die Reiseapotheke gehören unbedingt alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Um Probleme mit ausländischen Zollbehörden zu vermeiden, sollten sich etwa Diabetiker ärztlich bescheinigen lassen, dass sie zur Behandlung eigene Spritzen und Kanülen benötigen. Zur Basisausrüstung einer Reiseapotheke gehören zudem Mittel gegen Reisekrankheit und gegen Kopf- und Zahnschmerzen. Auch gegen Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen sowie gegen Durchfall und Verstopfung sollte man gewappnet sein. Da Erkältungen leicht die schönsten Tage des Jahres verderben können, gehören zudem Medikamente gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen ins Gepäck. Wenn Kinder mitreisen, ist ein fiebersenkendes Medikament unverzichtbar, am besten in Form von Zäpfchen. Auf jeden Fall sollte die Reiseapotheke eine Salbe gegen Prellungen und Verstauchungen enthalten, ein Desinfektionsmittel und eine Wundsalbe, die bei Hautabschürfungen hilft. Auch medizinische Hilfsmittel und Verbandstoffe gehören in die Reiseapotheke. Dazu gehören Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden, eine Verbandschere und ein quecksilberfreies Fieberthermometer. "Die Reiseapotheke hilft allerdings nur bei Bagatellkrankheiten", weiß Dr. Michael Dorr, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. "Bei schweren oder länger anhaltenden gesundheitlichen Störungen", so Dörr, "muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden."

Wer ärztlich verschriebene Betäubungsmittel mit ins Ausland nehmen muss, hat einige Besonderheiten zu beachten. So dürfen Betäubungsmittel bei Reisen in Staaten des Schengener Abkommens (Island, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Italien, Griechenland, Spanien und Portugal) nur für die Dauer von maximal 30 Tagen mitgeführt werden, und es muss eine amtlich beglaubigte ärztliche Bescheinigung vorliegen. Im Rhein-Kreis Neuss wird die Beglaubigung vom Kreisgesundheitsamt vorgenommen. Nach telefonischer Anmeldung unter 02181/601-5370 steht dafür die Grevenbroicher Dienststelle, Auf der Schanze 1, zur Verfügung (Zimmer 1.20). Erforderlich sind eine ärztliche Bescheinigung, das Originalrezept und der Personalausweis. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 10 Euro. Bei Reisen in andere Länder sollte eine beglaubigte Kopie des Rezeptes oder eine ärztliche Bescheinigung - möglichst in Englisch - mitgenommen werden, die Angaben über Art und Dosierung des jeweiligen Betäubungsmittels enthält.

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