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Bei Herzinfarkt zählt jede Minute

Gesundheit |

Mehrere Hundert Besucher informierten sich beim Aktionstag des Kreisgesundheitsamts zum Thema "Herzinfarkt". Bei der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung im Kreishaus Neuss stattfand, ließen sich zahlreiche Menschen von Mitarbeiterinnen des Kreisgesundheitsamts Cholesterinwerte und Blutdruck bestimmen und informierten sich über Symptome und Verhalten bei Herzinfarkt. Erstmaßnahmen wie zum Beispiel den Einsatz eines Defibrillators demonstrierte die Johanniter Unfallhilfe. "Der Aktionstag war ein voller Erfolg," freute sich Dr. Michael Dörr, Leiter des Kreisgesundheitsamts. "Wir konnten mit der Aufklärung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und über richtiges Verhalten bei Herzinfarkt viele Menschen erreichen."

Im voll besetzten Kreissitzungssaal fand im Rahmen des Aktionstags ein Seminar mit Kardiologen aus dem Rhein-Kreis Neuss statt, das Günter Kopp und Peter Ascher von der Deutschen Herzstiftung zusammen mit dem Kreisgesundheitsamt organisiert hatten. Dr. Hans-Ulrich Klose, stellvertretender Landrat des Rhein-Kreises Neuss, eröffnete das Seminar mit der Feststellung, dass durchschnittlich rund 200 Minuten verstreichen, bis ein Herzinfarktpatient in die Klinik gelangt. "60 Prozent der Verzögerung werden von den Betroffenen selbst verursacht, wenn nicht gleich die Notruf-Nummer 112 gewählt wird. Deshalb ist es besonders wichtig, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren," so Dr. Klose.

Dr. Klaus Reinartz von der Zentralen Notaufnahme des Lukaskrankenhauses Neuss schilderte den Ablauf eines Einsatzes des Rettungsdienstes. Dr. Carsten Stoepel, Medizinische Klinik I des Lukaskrankenhauses, informierte über Herzkatheteruntersuchungen, die Herzkranzgefäße und Herzinneres mit Hilfe von Kontrastmitteln darstellen. Rehabilitation nach einem Herzinfarkt war das Thema von Dr. Manfred Wüllenweber, Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss. Er führte aus, dass die Sterblichkeit bei rehabilitierten Patienten um 25 Prozent niedriger liege als die von Patienten ohne Rehabilitationsmaßnahme. Über Risikofaktoren für Herzerkrankungen berichtete Dr. Johannes Wagner vom Kreiskrankenhaus Grevenbroich. Dr. Ellen Czygan, niedergelassene Kardiologin aus Neuss, ging auf typische Beschwerden bei Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße wie zum Beispiel Engegefühl in der Brust ein und stellte diagnostische Methoden vor.

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