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Hotline für Beratung über Hilfen im Alter

Soziales |

01805 555 210 - so lautet die Nummer der Hotline für Beratung über Hilfen im Alter, die der Rhein-Kreis Neuss jetzt zusammen mit den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege anbietet. Die Hotline informiert ab sofort kreisweit für zwölf Cent die Minute über Hilfsangebote für alte Menschen. Ein Flyer, der diesen neuen Service vorstellt, ist in den Dienststellen der Kreisverwaltung, in Rathäusern, Sozialämtern und Seniorenberatungsstellen erhältlich.

Das neue Angebot stellte Kreissozialdezernent Stefan Stelten gemeinsam mit Vertretern der Wohlfahrtsverbände im Kreishaus Grevenbroich vor. "Unser Ziel war, die bestehenden Seniorenberatungsstellen im Rhein-Kreis Neuss zu vernetzen und eine schnelle, unkomplizierte Erstberatung bereitzustellen", so Stelten. "Neben der zentralen Erreichbarkeit durch die kreisweit einheitliche Telefonnummer haben wir besonderen Wert auf die Qualität der Beratung gelegt. Deshalb wurden einheitliche Qualitätsstandards vereinbart, die die Ansprechpartner der verschiedenen Organisationen an der Hotline erfüllen." Die gute Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss und der verschiedenen Wohlfahrtsverbände untereinander hob Bernd Gellrich vom Diakonischen Werk hervor: "Bei der Umsetzung dieses Projekts wurden die Eigeninteressen der beteiligten Verbände im Dienst der gemeinsamen Sache zurückgestellt. Die Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss verlief optimal."

Für den Betrieb der Hotline montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sorgen der Rhein-Kreis Neuss mit seinem Pflegeberatungsbüro und die regionalen Seniorenberatungsstellen der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas, des Diakonischen Werks und des Deutschen Roten Kreuzes. Wer die Hotline anwählt, wird von einem Berater verbandsunabhängig über das Hilfsangebot aller beteiligten Organisationen informiert. Dabei umfasst die Beratung Themen wie zum Beispiel Hilfen für Alltag und Haushalt, betreutes Wohnen, psychosoziale Betreuung, Gesundheit und Pflege im Alter und stationäre Einrichtungen für Senioren. "Die Hotline erleichtert Betroffenen, aber auch Angehörigen oder Nachbarn den Erstkontakt. Das gilt besonders dann, wenn schnell Hilfe gebraucht wird, etwa wenn nach einem Krankenhausaufenthalt die Versorgung zu Hause nicht gewährleistet ist", so Bettina Kasche vom Caritasverband im Stadtdekanat Neuss. Heidi Peters von der Arbeiterwohlfahrt Neuss hofft, dass mit Hilfe der Hotline Hemmschwellen abgebaut werden können: "Wenn Nachbarn bemerken, dass ein alter Mensch zu Hause nicht mehr allein zurecht kommt, ist der Griff zum Telefon leichter als der Gang in die nächste Beratungsstelle."

Mehr als ein Viertel (28,6 Prozent) der Kreisbevölkerung ist heute 60 Jahre und älter. Der Rhein-Kreis Neuss hat bereits 1977 mit dem Silbernen Plan - einem wissenschaftliches Gutachten zur Lage der Senioren im Kreisgebiet -, eine Grundlage für die Seniorenarbeit gelegt. Seither wird der Silberne Plan laufend fortgeschrieben, um eine bedarfsorientierte und zeitgemäße Seniorenarbeit zu gewährleisten. "Die neue Hotline ist ein weiterer Baustein bei der Umsetzung des Silbernen Plans, der für konkrete Verbesserungen in der Seniorenarbeit sorgen soll", betont Kreissozialdezernent Stefan Stelten. "Der Rhein-Kreis Neuss sieht sich in der sozialen Verantwortung, eine gute Infrastruktur für alte Menschen bereit zu stellen. So wurden beispielsweise in den vergangenen Jahren mehr als 8,5 Millionen Euro in die Schaffung von insgesamt 1.094 neuen Heimpflegeplätzen investiert."

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