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Stallpflicht für Geflügel wird im Rhein-Kreis Neuss gut befolgt

Tiere |

Nachdem Halter von Geflügel das vergangene Wochenende nutzen konnten, ihre Tiere sicher unterzubringen, fanden ab Montagmorgen die ersten Überprüfungen durch Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Kreises Neuss statt. Dabei wurde auch Hinweisen aus der Bevölkerung und den Ordnungsämtern nachgegangen. "Es hat sich gezeigt", berichtet Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Kreisveterinäramtes, über das Ergebnis der bisherigen Kontrollen, "dass Geflügel weitestgehend aufgestallt oder in provisorischen Einrichtungen untergebracht worden ist."

In den Tagen nach der Eilverordnung, die Bundesminister Jürgen Trittin erlassen hat, liefen im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss die Telefone heiß. Zahlreiche Geflügelhalter erkundigten sich, durch welche Maßnahmen sie der Forderung nach sicherer Unterbringung ihrer Tiere nachkommen könnten. "Die weitaus überwiegende Zahl der Anrufer zeigte Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen und war bereit, ihr Geflügel vor Kontakt mit Zugvögeln zu schützen", so Dr. Fischer, der allen Geflügelhaltern für ihre Bereitschaft dankt, auch bei zusätzlichem finanziellem Aufwand die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

"In einigen wenigen Fällen war es jedoch nicht möglich, die Tiere in einem Stall oder Provisorium unterzubringen", sagt Dr. Fischer. So habe zum Beispiel ein Gänsehalter, der seine Tiere nicht habe unterbringen können, vorzeitig mit der Schlachtung begonnen und werde die Tiere nun vorwiegend tiefgefroren vermarkten. Wie Dr. Fischer erläutert, lässt die Eilverordnung in den Fällen, in denen Tiere nicht untergebracht werden können, Ausnahmen zu: "Diese Bestände werden in kurzen Abständen bis zum 15. Dezember beprobt."

Soweit noch nicht geschehen bittet das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt alle Geflügelhalter, die ihr Geflügel außerhalb eines Stalles provisorisch untergebracht haben oder keine Möglichkeit der Unterbringung sehen, dies unverzüglich anzuzeigen, damit die erforderlichen klinischen Untersuchungen bzw. Probenahmen im Bestand durchgeführt werden können.

Dr. Fischer appelliert auch an die Verbraucher, in dieser für die Geflügelvermarkter schwierigen Zeit weiterhin ihre Martinsgänse und Geflügel z. B. für die bevorstehenden Festtage zu bestellen. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass die vorgezogene Schlachtung und die Vermarktung von tiefgefrorenem statt frischem Geflügel der Qualität des Fleisches keinen Abbruch tue. Darüber hinaus sei jegliche Besorgnis der Verbraucher, was Produkte aus der hiesigen Region anbetrifft, in Bezug auf die Geflügelpest unbegründet.

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