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Landrat Patt traf Bischof Jorge Alberto Ossa Soto

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Bischof Jorge Alberto Ossa Soto gehört mit 48 Jahren zu den jüngsten Bischöfen Kolumbiens, und sein Amt ist eines der schwierigsten im ganzen Land. Seit mehr als vierzig Jahren herrscht in Kolumbien Bürgerkrieg. Auf dem Rücken der Bevölkerung kämpfen Guerilla, Paramilitärs und Drogenmafia um Macht und Geld. Die Hoffnung auf einen zukunftsfähigen Frieden ruht in erster Linie auf der Kirche. "Dass mich meine Arbeit das Leben kosten kann, ist mir bewusst. Notfalls bin ich bereit, für meine Überzeugung zu sterben", sagt Bischof Ossa Soto, der jetzt während eines Deutschlandaufenthalts auch im Rhein-Kreis Neuss zu Gast war. Im Anschluss an eine Messfeier in St. Georg, Neuenhoven, kam er mit zahlreichen geladenen Gästen zusammen, darunter auch Landrat Dieter Patt. Seit März 2003 leitet Bischof Ossa Soto die Diözese Florencia am südlichen Rand der Andenkordillere. Sich den gewaltigen gesellschaftlichen Problemen in seinem Bistum zu stellen, ist ihm ein wichtiges Anliegen. Im Gespräch mit Landrat Patt informierte sich der Bischof auch über das Engagement des Rhein-Kreises Neuss in Kolumbien. So erfuhr er, dass der Rhein-Kreis seit 1994 soziale, wirtschaftliche, kulturelle und sportliche Kontakte nach Kolumbien unterhält, wobei die Eröffnung des deutsch-kolumbianischen Handelsbüros im Januar 2002 in Neuss ein besonders herausragendes Beispiel ist. Wie Landrat Patt betonte, sind es nicht nur wirtschaftliche, sonder auch karitative und Hilfsprojekte, die den Rhein-Kreis Neuss mit Kolumbien verbinden. Nach einem der verheerendsten Erdbeben der 90er Jahre nahe der kolumbianischen Stadt Armenia stellte der Rhein-Kreis Neuss der betroffenen Region dauerhaft ein Feuerwehrlöschfahrzeug zur Verfügung; und für die Straßenkinder von Bogotá wurden 1998 bei einem Sponsored Walk im Kreis 60.000 Mark gesammelt. Von seiner gerade erst abgeschlossenen Kolumbien-Reise im November berichtete Patt dem Bischof, dass er der Shakira-Stiftung, die sich für in Armut lebende Kinder einsetzt, in Bogotá eine Spende in Höhe von 2.550 Euro überreichen konnte. Gesammelt worden war der Betrag im Rahmen eines Wohltätigkeitsprojekts der Städtischen Realschule Dormagen. Rund 300 Schüler hatten in Unternehmen und Geschäften für einen Tag einen Job angenommen. Ihren Lohn spendeten sie für die Shakira-Stiftung "Pies Descalzos" (übersetzt: barfuß). Kolumbien steht auch im Mittelpunkt der diesjährigen ADVENIAT-Aktion. Die bundesweite Spendenkampagne umfasst rund 200 Veranstaltungen - Benefizkonzerte und Ausstellungen, Diskussionsforen und Vorträge. Experten aus Kolumbien berichten über die aktuelle Situation in ihrer Heimat und den Einsatz der Kirche vor Ort. Höhepunkt der "Aktion ADVENIAT" ist die Weihnachtskollekte zugunsten der Not leidenden Bevölkerung in Lateinamerika. Sie findet an Heiligabend, am ersten und am zweiten Weihnachtsfeiertag in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands statt.

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