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Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas

Tourismus |

In einer Sitzung am 14. Dezember 2004 unter Leitung von Oberbürgermeister Norbert Bude sprach sich der Verwaltungsvorstand Mönchengladbachs dafür aus, dass die Stadt dem neu gegründeten Verein "Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas" beitreten soll. Der Rat der Stadt wird abschließend über den Beitritt in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr entscheiden.

Das touristisch orientierte Gartenkunst-Projekt ist aus der EUROGA 2002plus und der Dezentralen Landesgartenschau hervorgegangen. Gefördert durch das Land und unterstützt von den Gesellschaftern der EUROGA 2002plus GmbH sowie der niederländischen Stichting EUROGA 2002plus konnte Ende August 2004 der Verein "Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas" mit neun ersten Mitgliedern gegründet werden. Die Vereinsgründung ist nicht unwesentlich auf die engagierte Mitarbeit der Stadt Mönchengladbach zurückzuführen.

So betonte Jörg Figgener-Erber, der Vorsitzende des begleitenden Arbeitskreises und Projektleiter im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung der Stadt Mönchengladbach vor dem Verwaltungsvorstand: "Unser Ziel ist es, Mönchengladbach mit seinen kulturhistorischen und landschaftsgärtnerischen Sehenswürdigkeiten über das Ende der EUROGA hinaus regional zu verankern und im Städteverbund auf dieser Straße zu vermarkten und zu vernetzen". Mönchengladbach will mit den drei im Rahmen der EUROGA aufwändig sanierten Anlagen Schloss Wickrath, Schloss Rheydt und dem Bunten Garten die Straße der Gartenkunst bereichern.

Der Verein wurde am 27. August 2004 auf Schloss Dyck; Rhein-Kreis Neuss, gegründet. Es ist der erste Verein dieser Art in Nordrhein-Westfalen, in dem sich öffentliche und private Eigentümer von modernen und historischen Gärten mit dem Ziel zusammengefunden haben, das gartenkulturelle Erbe zu erhalten sowie ihre Gärten gemeinsam touristisch zu vermarkten. Gründungsmitglieder des Vereins sind Schloss Brühl (Schlossparks Augustusburg und Falkenlust), Stiftung Schloss und Park Benrath, Stiftung Schloss Dyck, Stadt Erftstadt (Schlosspark Gracht), die Brückenkopf-Park Jülich GmbH, die Schlosspark Drachenburg GmbH und marke monheim e. V. mit dem Marienburgpark, sowie ein Privatgarten in Düsseldorf und die Stichting Tuinpad Fleuregio, Limburg.

"Wir freuen uns auf Partner für die Straße der Gartenkunst aus dem Rheinland und der Provinz Limburg mit einem einzigartigen Potenzial an Parks und Gärten - nicht nur auf die zur EUROGA sanierten rund zwanzig Parks und Gärten und kulturhistorisch bedeutsamen Anlagen. Das ermittelte Potenzial der qualitätsvollen Gärten im entsprechenden Pflegezustand umfasst rund 120 Anlagen. Die EUROGA GmbH würde es begrüßen, wenn sich gerade auch Städte wie Köln und Aachen mit ihren bedeutsamen Parks oder weitere niederländische Anlagen zum Vereinsbeitritt entschließen würden. Gemeinsamkeit bringt Kompetenz, Stärke und Mehrwert für jeden - auch in der Gartenkunst," kommentierte Rainer Schmidt, Geschäftsführer der in Liquidation befindlichen EUROGA GmbH, die Mönchengladbacher Entscheidung.

Weitere acht Parks und Gärten haben seit der Gründung verbindlich erklärt, dem Verein beitreten zu wollen: Stadt Bonn mit Altem Friedhof und Rheinauenpark, die Universität Bonn mit dem Ensemble der drei Botanischen Gärten sowie aus den Niederlanden die Parks Mondo Verde, De Heerenhof, der Rotstuin Bèr Slangen und de Lijsterhof. 16 weitere Anlagen haben ihren Beitritt zum Frühjahr 2005 angekündigt: Stadt Düsseldorf mit Hofgarten/Königsallee, Ständehausanlagen/Spee"scher Graben, Nordpark, Südpark, Golzheimer Friedhof, Stadt Kleve mit Forstgarten und dem Prinz-Moritz-Ensemble, Stadt Krefeld mit Burgpark Linn, Greiffenhorstpark, Schönwasserpark, Sollbrüggenpark, Schönhausenpark, Stadtwald und Haus Lange/Haus Esters sowie der private Heilmannshof von Berthold Leendertz und die Stadt Moers mit den Wallanlagen. Außerdem beabsichtigen das Arboretum Härle, Bonn, der Malkastenpark, Düsseldorf, und der Poensgen Park in Ratingen zur Straße der Gartenkunst zu stoßen. So wird der Verein bereits zum kommenden Frühjahr auf 25 Mitglieder und damit 40 Parks und Gärten anwachsen.

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