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Drei Fälle von Hanta-Virus-Infektion in Dormagen-Horrem

Umwelt |

Die Experten des Kreisgesundheitsamtes haben in diesem Jahr die dritte Infektion von Menschen mit dem potenziell gefährlichen Hanta-Virus registriert. Alle drei Fälle stammen aus Dormagen-Horrem. Diese in Deutschland seltene Viruserkrankung (ca. 100 Fälle) erfolgt durch Nagetiere, insbesondere Mäuse, die den Virus mit Harn, Kot und Speichel ausscheiden. Die Ansteckung des Menschen erfolgt üblicherweise durch Aerosol-Inhalation von eingetrockneten virushaltigen Exkrementen. Nach einer Inkubationszeit von einer bis fünf Wochen kommt es bei Erkrankung zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen. In der Folge werden häufig Bauch-, Lenden- und/oder Rückenschmerzen angegeben. In Ausnahmefällen kann es zu lebensgefährlichen Blutungsneigungen kommen. Bei der festgestellten europäischen Version des Hanta-Virus (Puumala-Virus) ist im Gegensatz zur asiatischen Version zumeist ein milder Krankheitsverlauf festzustellen. So auch bei den drei infizierten Personen aus Dormagen-Horrem, die nicht mehr stationär behandelt werden. Die Stadt Dormagen hat in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt umgehend mit Desinfektionsmaßnahmen am Horremer Schützenplatz begonnen. Kindergärten und Schulen sollen über potenzielle Gefahren aufgeklärt werden. Ob die Mäuse tatsächlich das Virus in sich tragen, will das Kreisgesundheitsamt überprüfen lassen. Dazu sollen 50 Mäuse gefangen und im Landesgesundheitsamt in Stuttgart untersucht werden. Weitere Infos sind beim Kreisgesundheitsamt unter der Rufnummer 02181/601-5300 erhältlich.

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