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Rhein-Kreis Neuss bislang frei von Geflügelpest

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Rhein-Kreis Neuss. Nach wie vor sind im Rhein-Kreis Neuss keine Fälle der hochansteckenden Geflügelpest aufgetreten. Um im Seuchenfall gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche ergreifen zu können, erinnert das Kreisveterinäramt jedoch alle Geflügelhalter im Kreisgebiet daran, ihrer ständigen Meldepflicht, sofern nicht bereits geschehen, beim Veterinäramt des Rhein-Kreises Neuss sowie der Tierseuchenkasse in Münster nachzukommen. Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine für Geflügel (z. B. Hühner, Enten, Puten, Fasane, Truthühner, Perlhühner und Wachteln) meist tödlich verlaufende Virusgrippe, die mit plötzlich auftretenden Symtomen wie Nasen- und Augenausfluss, Apathie oder Legeeinbruch einhergeht. Die Viruserkrankung ist für den Menschen allerdings ungefährlich. Um eine Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern, ist für lebendes Geflügel, Bruteier, Geflügeltrockenkot und –gülle aus den Niederlanden ein Transportverbot verhängt worden. Der Kreis Neuss ist von Lieferungen aus dem niederländischen Krisengebiet in den vergangenen Wochen nicht betroffen. Zum Schutz vor einer Einschleppung der Geflügelpest können folgende vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden: Kein direkter Kontakt mit niederländischen Betrieben, Fahrzeugen, Tieren und Eiern, Reinigung und Desinfektion der Fahrzeuge, die in den letzten Tagen in den Niederlanden waren, keine Einfuhr von Schaleneiern aus den Niederlanden, kein Rücktransport von Paletten, Verpackungen aus den Niederlanden. Absperrung der Stallungen, Verbotsschilder für das Betreten der Stallungen. Gebrauchtes Verpackungsmaterial, gebrauchte Eierhöcker und so weiter nicht verwenden. Beschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs auf das unbedingt Notwendige, an den Eingängen zum Stall Desinfektionsmatten/-wannen, Betreten der Stallungen/Betriebsräumen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einmalkleidung, Beschränkung der Personen, die Zutritt zum Stall haben, keine Fahrzeuge der Tierkörperbeseitigungsanstalt auf das Farm- oder Betriebsgelände, Kadavercontainer möglichst weit von Stallungen. Konsequente Reinigung und Desinfektion der Ställe und der Stalleinrichtungen. Konsequente Futterhygiene damit keine Wildvögel angelockt werden, Futterreste um Futtersilos entfernen, Füttern in den Ausläufen unterlassen. Außerdem weist das Veterinäramt auf die Verpflichtung aller Halter von Hühner- oder Truthühnerbeständen hin, ihre Tiere regelmäßig zum Schutz vor einer anderen Geflügelerkrankung, der Newcastle Disease, impfen zu lassen. Die Geflügelhalter werden gebeten, sich dazu mit ihrem Tierarzt in Verbindung zu setzen. Eine Impfung gegen die Geflügelpest ist nicht möglich.

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