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Waldvermehrungsprogramm des Kreises Neuss erfolgreich

Umwelt |

Kreis Neuss. Ein Waldspaziergang ist für viele Menschen ein hervorragendes Mittel, um Stress abzubauen und die Seele baumeln zu lassen. Diese Aktivitäten sind jedoch nur in einem kleinen Teil des Kreises Neuss möglich. Mit acht Prozent Waldanteil zählt das Kreisgebiet zu einer der waldärmsten Regionen in ganz Deutschland. Die Kreisverwaltung betreibt daher seit 1988 ein Waldvermehrungsprogramm. Im vergangenen Winter hat die Forstdienststelle im Amt für Umweltschutz drei Hektar Wald aufgeforstet, darunter 15 000 Bäume und Sträucher heimischer Arten. "Ziel ist es, den Waldflächenanteil langfristig den Bedürfnissen in einem dichtbesiedelten Wirtschaftsraum anzupassen”, erläutert Landrat Dieter Patt. Da der Bau von Siedlungen und die Intensivierung der Landwirtschaft den Wald verdrängen, können Funktionen wie Klima-, Boden- und Artenschutz nicht mehr ausreichend erfüllt werden. Eine hohe Belastung der Umwelt ist die Folge. Der Kreis arbeitet auf eine Verbesserung der Erholungs- und Schutzfunktion des Waldes hin. Insgesamt legte der Kreis Neuss in den vergangenen Jahren über 122 Hektar neue Waldfläche an, so dass seit 1988 der Bewaldungsanteil des Kreisgebiets um 0,2 Prozent anstieg. Doch bis ein zufriedenstellender Landschaftszustand erreicht ist, bleibt es noch ein langer Weg. Bernd Lufen, Leiter des Kreisforstbetriebes, beurteilt das Projekt als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung: "Der Kreis erfüllt hier eine große Aufgabe, die sich angesichts der stetig steigenden Fläche naturnaher Wälder und der damit verbundenen Verbesserung der Lebensqualität sicher lohnt”. Zur Förderung der schon lange praktizierten Waldvermehrung bereitet der Kreis derzeit eine "Waldkonferenz” vor, die im September diesen Jahres stattfinden soll. Ziel ist es, dass Waldvermehrungsprogramm für die Zukunft weiterzuentwickeln.

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