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Hormonskandal: Jetzt auch 14 Betriebe im Kreis Neuss vorläufig gesperrt

Tiere |

Kreis Neuss. Gestern Abend wurde das Veterinär- und Lebensmittel-überwachungsamt des Kreises Neuss darüber informiert, dass das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt Krefeld in acht Rückstellproben von Melasse bei zwei nordrhein-westfälischen Futtermittelproduzenten das verbotene Hormon MPA nachgewiesen hat. Die Konzentrationen lag zwischen 0,015 und 0,2 Milligramm pro Kilogramm. Die Melasse war direkt aus den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden. Die bisherigen Auswertungen der Kundenlisten ergaben, dass zu den 1.544 belieferten Betrieben in NRW auch 14 im Kreis Neuss gelegene Betriebe gehören. Die 14 Betriebe sind unmittelbar nach Eingang der Nachricht noch am gestrigen Abend per Telefon vorläufig gesperrt worden. Eventuell noch vorhandene Futtermittel werden heute von Mitarbeitern des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes sichergestellt und untersucht. Die Mitarbeiter der Kreisbehörde sind seit Tagen rund um die Uhr im Einsatz. Grund zur Sorge für die Verbraucher besteht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht. Aufgrund des großen Verdünnungseffektes (nur zwei bis vier Prozent der Melasse werden als Bindemittel für die Herstellung eines Futters verwendet) ist nicht mit einer Belastung von Futtermittelprodukten und damit auch nicht mit positiven Werten in Milch und Fleisch zu rechnen.

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