V.l.: Ex-Bürgermeister Pedro Miguel López Vela, Thiago de Carvalho Zakrzewski und Bürgermeister Jaime Yesid Rodríguez Romero während der Abschlussveranstaltung in Campohermoso
V.l.: Ex-Bürgermeister Pedro Miguel López Vela, Thiago de Carvalho Zakrzewski und Bürgermeister Jaime Yesid Rodríguez Romero während der Abschlussveranstaltung in Campohermoso © Rhein-Kreis Neuss

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Partnerschaft mit Campohermoso: Kleinbauern informierten sich über nachhaltigen Kaffeeanbau

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Eine Exkursion durch die Kaffee-Anbauregion stand jetzt auf dem Programm beim Kolumbien-Besuch von Thiago de Carvalho Zakrzewski. Der Koordinator für Entwicklungspolitik des Rhein-Kreises Neuss reiste im Rahmen eines vom Bundes-Entwicklungsministerium finanzierten Projektes nach Südamerika. Zusammen mit insgesamt 30 Vertretern aus Campohermoso, der kolumbianischen Partnergemeinde des Kreises, bereiste der Mitarbeiter des Kreisplanungsamtes die in den Anden gelegene sogenannte Kaffeeachse „eje cafetero“. Im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme schaute er sich zusammen mit den Kleinbauern an, wie nachhaltiger Kaffeeanbau in Genossenschaften funktionieren kann.

Die Kaffeeachse ist die bekannteste Kaffee-Anbauregion Kolumbiens und wurde 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bei der Visite der Genossenschaft Apacafeq in der Gemeinde Quinchía informierten sich die Besucher über deren Kaffeeproduktion. Die 1994 gegründete Genossenschaft vermarktet ihre Bio- und Fairtrade-Produkte bereits seit vielen Jahren international. Außerdem schaute sich die Gruppe mehrere Laboratorien und zwei Kaffee-Fincas an.

Darüber hinaus nahm Zakrzweski zusammen mit den Vertretern aus Campohermoso an einer Fachkonferenz teil und besuchte eine Fabrik in Belén de Umbría, in der Kaffee verarbeitet und veredelt wird. Beim Austausch mit den Experten vor Ort erhielten die Genossenschaftsmitglieder interessante Einblicke unter anderem in Kaffeeproduktion, Vermarktung und genossenschaftliche Selbstorganisation.

Bei seinem Aufenthalt in Kolumbien besuchte Zakrzweski auch die Firma Novacampo, ein Partnerunternehmen des Fruchtimporteurs PSL aus Meerbusch. Nachhaltigkeit stand im Mittelpunkt bei seinem Treffen mit dem Präsidenten von Corpochivor, einer Gebietskörperschaft, die in ihrer Region für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung verantwortlich ist. Auch die Gemeinde Campohermoso gehört dieser Corpochivor an.

Bei einem Abschlusstreffen in der kolumbianischen Partnergemeinde Campohermoso, die im Bundesstaat Boyacá liegt und rund 5.000 Einwohner hat, bekräftigten alle Anwesenden die Kommunalpartnerschaft. Thiago de Carvalho Zakrzweski und der neue Bürgermeister Jaime Yesid Rodríguez Romero gehörten ebenso zu den Rednern wie der ehemalige Bürgermeister Pedro Miguel López Vela.

Die Partnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und Campohermoso wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Eine-Welt-Programms der Servicestelle Kommunen mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).