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Coronavirus-Verdachtsfälle im Rhein-Kreis Neuss

Corona |

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es aktuell mehrere begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus. Bei keiner der Personen zeigen sich bislang Krankheitssymptome. Infektionen mit dem Coronavirus sind im Kreisgebiet weiter keine bekannt.

Eine vierköpfige Familie aus Grevenbroich-Hülchrath hatte an Rosenmontag auf einer Familienfeier Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person. Die Familie wurde durch die Stadt Grevenbroich auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes bis zum Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit am 9. März unter Quarantäne gesetzt.

Ein Kind der Familie besucht das Norbert-Gymnasium Knechtsteden. Die Klasse des Kindes und die Lehrer, die dort seit Rosenmontag unterrichtet haben, wurden durch die Schulleitung auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes bereits ebenfalls bis zum 9. März vom Unterricht befreit. Das zweite Kind besucht die Kindertagesstätte Spatzennest in Grevenbroich-Hülchrath. Die Einrichtung wurde durch die Stadt Grevenbroich auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes bis zum 9. März geschlossen.

Die betroffenen Schüler und Kinder sollen möglichst zuhause bleiben und Kontakt zu weiteren Personen meiden.

Die Familie wird durch das Kreis-Gesundheitsamt täglich zum Auftreten von Symptomen befragt. Ein Test, ob eine Infizierung mit dem Coronavirus erfolgt ist, wurde durchgeführt. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Eine vierköpfige Familie in Meerbusch wurde durch den Kreis Wesel bis zum 10. März unter Quarantäne gesetzt.

Je ein weiterer Bürger aus Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich und Neuss hatten Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Mann aus Mönchengladbach. Diese wurden durch die Städte auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes unter Quarantäne gesetzt.

Auch diese Personen werden täglich zum Auftreten von Symptomen befragt.

Alle durch das Kreis-Gesundheitsamt empfohlenen Maßnahmen richten sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland weiter als gering bis mäßig ein. Für die meisten jungen Menschen oder Menschen im mittleren Alter ist das Virus laut Gesundheitsexperten nicht lebensgefährlich, wenn sie grundsätzlich gesund sind. Die meisten Erkrankten zeigen vermutlich nur einen Infekt der oberen Atemwege, also erkältungsähnliche Symptome. Bei den bisher gut dokumentierten Fällen allerdings weiß man: Gefährlich ist das Coronavirus für ältere Menschen und die mit Vorerkrankungen. Es gibt (bisher) kaum schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen, und Männer sind ein wenig stärker betroffen als Frauen.

Umfangreiche Informationen zum Coronavirus finden sich auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine auch am Wochenende besetzte Hotline eingerichtet. Diese montags – freitags von 8 – 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 - 18 Uhr erreichbar.