Eine Menschengruppe
Roboter Pepper im Blick: Ausrichter und Referenten der Tagung über die Digitalisierung in der Pflege im Kreishaus Grevenbroich. © A. Tinter/Rhein-Kreis Neuss

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Tagung im Kreishaus Grevenbroich über Chancen der Digitalisierung in der Pflege

Digitalisierung |

Die Digitalisierung in der Pflege stand jetzt bei einer Tagung im Kreishaus Grevenbroich im Blickpunkt. Der Einladung von Kreisdirektor Dirk Brügge waren zahlreiche Vertreter von ambulanten Diensten, Tagespflegen, Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie Repräsentanten von Krankenhäusern, Politik und Verwaltung gefolgt.

Siegfried Henkel, Leiter des Kreissozialamts, eröffnete den Kongress und mahnte: "Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Der Fachkräftemangel stellt den Pflegesektor jedoch bereits jetzt vor große Herausforderungen." Um die hohen Standards halten zu können und möglichst zu optimieren, müssten die Chancen der Digitalisierung konsequent wahrgenommen werden. "Mit digitaler Technik muss mehr Freiraum für zwischenmenschliche Zuwendung geschaffen werden", hieß es.

Thomas Hauberichs vom Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellte den Landesförderplan "Alter und Pflege" vor. Zu dessen Zielen gehört die Unterstützung durch (digitale) Technik sowie die Ermöglichung von Zugängen zu ihr. Bernd Gellrich, Vorstandsmitglied der Diakonie im Rhein-Kreis Neuss, präsentierte das Projekt "Quartier im Netz – Fliedner 4.0 – Der digitale Stadtteil". Dabei handelt es sich um eine internetbasierte Plattform, die im Januar startet.

Der humanoide Roboter Pepper, vorgestellt von Vertretern der Firma Vodafone, spaltete bei der Tagung die Gemüter. Einem unmittelbaren Einsatz in der Pflege standen die Teilnehmer mehrheitlich skeptisch gegenüber. Zur Unterhaltung und im Kampf gegen die Vereinsamung von Pflegebedürftigen erfuhr Pepper jedoch große Zustimmung.

Begeistert war das Publikum von der MemoreBox, die Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Krankenkasse Barmer, zeigte. Sie ist ein digitales Medium, das die geistigen und körperlichen Fähigkeiten von Senioren fördert, der Prävention dient und die Lebensqualität Pflegebedürftiger steigert.

Nachdem Geschäftsführer Peter Hornik den Digihub Düsseldorf/Rheinland, eine Plattform für digitale Themen von der deutsch-niederländischen Grenze bis zum Bergischen Land, erklärt hatte, folgte eine Plenumsdiskussion. Im Sinne der Vernetzung wurden zwischen einigen Referenten und auch Teilen des Publikums bereits weitere Gespräche vereinbart.