Landrat Hans-Jürgen Petrauschke mit den Preisträgern
Integrationspreis-Verleihung im Kreissitzungssaal in Grevenbroich: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeichnete die Preisträger aus. © A. Tinter/Rhein-Kreis Neuss

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Rhein-Kreis Neuss verleiht Integrationspreis: Stadt Dormagen belegt den ersten Platz

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Die Stadt Dormagen hat mit ihrem Projekt „Café Grenzenlos“ den ersten Platz im Wettbewerb um den Integrationspreis des Rhein-Kreises Neuss belegt. Die Ehrung der Gewinner nahm Landrat Hans-Jürgen Petrauschke im Kreissitzungssaal in Grevenbroich vor. „Menschen wie Sie tragen dazu bei, dass unser Rhein-Kreis Neuss so weltoffen und von kultureller Vielfalt geprägt ist“, so Petrauschke zu den Preisträgern. Die Gewinner seien gute Vorbilder. „Ich hoffe sehr, dass Ihre Arbeit viele Nachahmer findet. Sie machen unsere Heimat ein Stück lebenswerter“, sagte der Landrat.

Den Preis für den ersten, mit 2.500 Euro dotierten Platz erhielt die Stadt Dormagen, die neun Anlaufstellen mit Namen „Café Grenzenlos“ eingerichtet hat. Dort kümmern sich ehrenamtliche Kräfte darum, die örtliche Bevölkerung und neu zugezogene Menschen zusammenzubringen, den interkulturellen Austausch zu ermöglichen und konkrete Hilfestellung zu leisten.

Den mit 1.500 Euro prämierten zweiten Platz vergab die Jury für die Initiative „Kompass D“. Sie wurde 2015 von Neusser Unternehmern gegründet, um neu zugewanderte junge Menschen durch gezielte Unterstützung an die deutsche Gesellschaft und die Arbeitswelt heranzuführen, damit ihnen durch eine spätere Erwerbstätigkeit ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird.

Über den mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz freute sich die Friedrich-von-Bodelschwingh-Grundschule in Neuss. Sie hat ein „Sprachpatenmodell“ etabliert, in dem Grundschüler als kleine Experten mit ihren jeweiligen neu zugewanderten Patenkindern freiwillig und für beide gewinnbringend den Umgang mit der deutschen Sprache üben.

Den 750 Euro dotierten vierten Platz erhielt das Berufsbildungszentrum Dormagen des Rhein-Kreises Neuss für sein Projekt „Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler“. Die Schule fördert mit vielen ehrenamtlichen Helfern die Integration von neu zugewanderten jungen Menschen, bietet Orientierungshilfen und schafft durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen eine Willkommenskultur.

Über den mit 500 Euro dotierten fünften Platz freute sich das Begegnungszentrum „Von Hand zu Hand“ der Diakonie Meerbusch mit seinem Projekt „Weltreise mit dem Pappkarton“. Die Jury belohnte damit die Idee, Kultur, Traditionen, Gewohnheiten und Fluchtgründe der neu zugewanderten Menschen durch länderspezifische Themenabende vorzustellen und damit Menschen unterschiedlicher Herkunft zum Dialog zusammenzubringen.

Anerkennungsurkunden gingen an Inge Broska aus Hochneukirch für das Projekt „Integration von Migrationsflüchtlingen vor Ort seit 1992“, die Geschwister-Scholl-Schule in Derikum für ihren Deutsch-Förderunterricht sowie die Comenius-Gesamtschule in Neuss für das Vorhaben „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Außerdem bedacht wurden der Verein „Puzzle-Frauen für Toleranz und Dialog“ in Neuss für das Projekt „Tea-Time und Dinner in White“, die Gebrüder-Grimm-Schule in Erfttal für die Maßnahme „Märchen aus aller Welt“ und die Viktoria-Grundschule in Frimmersdorf für die Aktion „Wir sind alle unterschiedlich – gemeinsam greifen wir nach den Sternen“.

Zur Jury des Integrationspreis-Wettbewerbs gehörten Vertreter der fünf Kreistagsfraktionen, Barbara Brand, Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreissozial- und Gesundheitsausschusses, sowie Kreisdirektor und Kreissozialdezernent Dirk Brügge.