Ausgezeichnet ist die Wasserqualität der Badeseen in Kaarst  (Foto) und Nievenheim.
Ausgezeichnet ist die Wasserqualität der Badeseen in Kaarst (Foto) und Nievenheim. © Rhein-Kreis Neuss

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Kreisgesundheitsamt: Ausgezeichnete Wasserqualität in den Badeseen in Kaarst und Nievenheim

Gesundheit |

Sommerliche Temperaturen locken zur Abkühlung im Badesee oder Schwimmbad. Aber wie sieht es dort mit Bakterien, Algen oder multiresistenten Krankheitserregern aus? Dazu teilt das Kreisgesundheitsamt mit, dass der Kaarster und Straberger See eine ausgezeichnete Badequalität haben. Gefahr durch multiresistente Bakterien besteht hier nicht. "Anders sieht es in Flüssen aus, denen Abwässer aus Kläranlagen zufließen", erklärt Diplomingenieur Siegfried Hauswirth, Leiter der Abteilung Umweltmedizin und Infektionsschutz beim Kreisgesundheitsamt. "Ein Gesundheitsrisiko beim Baden gibt es jedoch nur bei einer hohen Belastung für immungeschwächte Menschen", fügt er hinzu.

Zum Hintergrund: Durch die zu häufige Verschreibung von Antibiotika können Bakterien Resistenzen gegen diese Medikamente entwickeln. Dadurch entstehen multiresistente Keime, die über die Abwässer in die Kläranlagen und von dort aus in die Gewässer gelangen.

Nicht nur wegen möglicher Keime warnt der Rhein-Kreis Neuss vor dem Baden in Flüssen, sondern auch wegen gefährlicher Strömungen. Die Strömungen seien an der Oberfläche kaum oder gar nicht zu sehen und seien lebensgefährlich – auch für erfahrene Schwimmer.

Grundsätzlich ist Baden nur dort erlaubt, wo Aufsicht gegeben ist – im Rhein-Kreis Neuss also in den Freibädern sowie in den Freizeitanlagen Kaarster und Straberg-Nievenheimer See. Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky erläutert, dass das Wasser in den beiden Badeseen in Kaarst und Straberg von sehr guter Qualität sei, weil die Seen durch Grundwasser und Niederschläge gespeist werden und keine Abwasserzuflüsse haben.

Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr ergänzt: "Sowohl an den Badeseen als auch in den Schwimmbädern lassen wir regelmäßig die Wasserqualität prüfen. Dabei haben wir insbesondere Fäkalkeime, chemische Verschmutzungsindiatoren und bei Seen die Algen im Blick." Falls es zu Beanstandungen komme, treffe das Gesundheitsamt entsprechende Maßnahmen.

Wer ein Planschbecken im eigenen Garten aufstellt, solle ebenfalls darauf achten, dass Keime keine Chancen haben. Dazu empfiehlt Mankowsky: "Wer ein Planschbecken befüllt, sollte dafür Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz verwenden, das Wasser mindestens täglich und bei sichtbaren Verunreinigungen wechseln und den Schlauch zum Befüllen vorher intensiv spülen, zum Beispiel mit dem Bewässern des Gartens." Wasser aus dem Gartenbrunnen solle wegen der nicht bekannten Wasserqualität vorsorglich nicht verwendet werden.

Wer sich vor dem Besuch eines Badesees über die Wasserqualität informieren will, findet im Internet unter diesem Link detaillierte Informationen zur Qualität der Gewässer in der Region: http://www.badegewaesser.nrw.de/bg1.htm