Kathrin Wappenschmidt, Museumspädagogin Anna Vössing und Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin des Vereins Kulturraum Niederrhein e.V.
Kathrin Wappenschmidt, Museumspädagogin Anna Vössing und Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin des Vereins Kulturraum Niederrhein e.V. © M. Reuter / Rhein-Kreis Neuss

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Kreiskulturzentrum zeigt Ausstellung zum Skandal in der Kunst

Kultur |

Das Kreiskulturzentrum Sinsteden zeigt noch bis zum 15. September die Ausstellung "Geliebt – gehasst – verhöhnt! Wertewechsel und Skandal in der Kunst". Damit begibt sich das Kulturzentrum auf Spurensuche in der Kunstgeschichte. Am Beispiel renommierter Kunstwerke aus unterschiedli-chen Epochen können Besucher den künstlerischen und epochenübergrei-fenden Wertewechsel nachvollziehen.

Museumsleiterin Kathrin Wappenschmidt, die die Ausstellung zusammen mit Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin des Vereins Kulturraum Niederrhein e.V., eröffnete, stellte mehrere Beispiele aus der Kunstgeschichte hervor. "Bedeutende Werke der Renaissance wie zum Beispiel die "Geburt der Venus" von Botticelli und Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle sorgten für eine öffentliche Diskussion", erläuterte sie. Weitere Beispiele seien das antike Reiterstandbild von Marc Aurel, Delacroix´ Darstellung der Französischen Revolution und Edouard Manets "Frühstück im Grünen" sowie Karikaturen von Daumier, Duchamps Fountaine und zuletzt Ulrich Rückriems Skulptur für Münster 1977.

Mit diesen Kunstwerken betraten die Künstler "Neuland" in dem Kunstverständnis der jeweiligen Zeit und wurden heftig kritisiert. Die Ausstellung betrachtet nicht das Kunstwerk für sich, sondern ordnet diese mit Hilfe informativer Texte in den gesellschaftlichen Zusammenhang ein.

Mit dieser Ausstellung beteiligt sich das Kreiskulturzentrum Sinsteden am Themenjahr 2019 des kulturgeschichtlichen Museumsnetzwerks Rhein-Maas, das unter dem Motto "Neuland – Terra incognita" steht. Insgesamt rund 50 Einrichtungen am Niederrhein und in den benachbarten niederlän-dischen Provinzen gehören diesem Netzwerk an. Dr. Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin des Vereins Kulturraum Niederrhein e.V., stellte bei der Eröffnung den Kulturraum Niederrhein und das Netzwerk vor. "Wir sehen unser Ziel darin, die Kultur der zehn Regionen Nordrhein-Westfalens in Spitze und Breite zu fördern, sie zu vernetzen und sie den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort vermitteln", betonte sie.

Zur Ausstellung ist der Katalog "Geliebt – gehasst – verhöhnt! Wertewechsel und Skandal in der Kunst" zum Preis von 15 Euro erschienen. Finanziell unterstützt wurde die Ausstellung unter anderem vom Land NRW vom Landschaftsverband Rheinland und von der Euregio Rhein-Maas-Nord.

Das Kreiskulturzentrum Sinsteden ist dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet (nicht an Feiertagen in der Woche). Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de/kultur.