Eine Menschengruppe mit Fahrsimulator
Sie testeten den Fahrsimulator (v.l.): Norbert Bläsing, Sprecher des Arbeitskreises Sucht, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Barbara Edelhagen, Leiterin der Zulassungsstelle. © M. Reuter / Rhein-Kreis Neuss

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Infotag gegen Alkohol im Straßenverkehrsamt: Besonders gefragt war der Fahrsimulator

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"Alkohol? Weniger ist besser!" – Unter diesem Motto stand jetzt ein Infotag im Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss. Damit beteiligte sich der Rhein-Kreis Neuss an der bundesweiten Aktionswoche gegen Alkohol im Straßenverkehr. Viele Besucher erfuhren am Fahrsimulator, wie stark sich Alkohol auf das Seh- und Reaktionsvermögen auswirkt, oder setzten die Rauschbrille auf.

Auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke testete bei seinem Rundgang mit Barbara Edelhagen, Leiterin der Zulassungsstelle, und Norbert Bläsing, Sprecher des Arbeitskreises Sucht, den Fahrsimulator. "Wer sich mit Alkohol ans Steuer setzt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere", betonte Petrauschke. "Allein im letzten Jahr hat die Kreispolizei 195 Unfälle registriert, bei denen Alkohol oder andere Drogen im Spiel waren." 678 Mal zogen Polizeibeamte Fahrer aus dem Verkehr mit dem Verdacht auf Alkohol oder Drogen. "Diese Zahlen belegen, wie wichtig es ist, auf die Problematik von Alkohol am Steuer hinzuweisen", sagte der Landrat. Der Fahrsimulator wurde von dem ehrenamtlichen Verein „Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ kostenlos zur Verfügung gestellt und betreut.

Die Führerscheinstelle war mit einem Infostand vor Ort – ebenso wie die Kreispolizeibehörde, das Alexius-/St. Josef-Krankenhaus Neuss, das Median Therapiezentrum Haus Welchenberg, der Sozialpsychiatrische Dienst, der Ambulante Soziale Dienst der Justiz Neuss, die Fachambulanz für Suchtkranke der Caritas, die Freie Selbsthilfe Kaarst, die Paritätischen Sozialdienste Meerbusch sowie die Jugend- und Drogenberatungsstelle.

Die Aktionswoche gegen Alkohol wird von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) initiiert. Sie findet alle zwei Jahre in Kooperation mit Gesundheitsministerien der Länder, Landesstellen für Suchtfragen, Landeszentralen für Gesundheit und regionalen Netzwerken der Suchthilfe und Suchtprävention statt. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.aktionswoche-alkohol.de.