Dirk Brügge, Dagmar Wülknitz, Bertram Gaiserund Andrew Harfoot
Kreisdirektor Dirk Brügge (l.) mit Andrew Harfoot (2.v.r.), Dagmar Wülknitz und Bertram Gaiser am Rand des Braunkohle-Tagebaus im Rhein-Kreis Neuss © Rhein-Kreis Neuss

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Brexit als Chance für Unternehmensansiedlung

Wirtschaft |

Vor einem Jahr hat das Land Nordrhein-Westfalen ein neues Auslandsbüro in London eröffnet, um in Zeiten des Brexit seine Beziehungen zu Großbritannien auszubauen. Jetzt besuchte der Leiter des Projektbüros, der aus Großbritannien stammende Marketing- und Akquisitions-Experte Andrew Harfoot, auf der Suche nach neuen Standorten für britische Unternehmen den Rhein-Kreis Neuss.

"Die Entscheidung Großbritanniens, aus der Europäischen Union auszuscheiden, stellt zunächst einen Verlust für uns alle in Europa dar. Aufgabe ist es vor diesem Hintergrund allerdings, schon jetzt an der weiterhin guten Entwicklung unserer Region zu arbeiten", so Kreisdirektor und Kreiswirtschaftsdezernent Dirk Brügge, der den Rhein-Kreis Neuss als attraktiven Standort mit Zukunft vorstellte.

Neben Andrew Harfoot konnte Brügge zu dem fachlichen Austausch auch die bei NRW.Invest unter anderem für das Vereinigte Königreich zuständige Geschäftsbereichsleiterin Dagmar Wülknitz und Bertram Gaiser, Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH, begrüßen. Dabei ging es vorrangig um mögliche Flächen für Neuansiedlungen britischer Firmen. Auch langfristige Perspektiven, die sich aus dem Strukturwandel durch den Kohleausstieg und der entsprechenden Folgenutzung von Flächen ergeben, wurden erörtert. So reichten die Stationen des Besuchsprogramms vom Tagebau in Grevenbroich/Jüchen bis zum Gewerbegebiet Kaarster Kreuz.
Im Rhein-Kreis Neuss sind aktuell 65 britische Firmen ansässig und NRW ist bei Direktinvestitionen britischer Unternehmen führend unter den deutschen Bundesländern. 1.500 der 19.000 ausländischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen kommen aus Großbritannien. Das sind 22,1 Prozent aller britischen Unternehmen in Deutschland, darunter bekannte Unternehmen wie BP Dyson, Lush und Vodafone.

Diese engen Beziehungen, so NRW.Invest, sollen intensiviert werden, um zukünftig noch mehr britische Firmen in Nordrhein-Westfalen begrüßen zu können. Das NRW-Auslandsbüro in London bietet Unternehmen aus allen Branchen dazu individuellen Service an - von Informationen zu Märkten, Standorten oder Investitionsbedingungen bis hin zu praktischen Hilfen bei konkreten Ansiedlungsvorhaben.