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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke unterstützt die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung © D. Nolden / Rhein-Kreis Neuss

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Kreis unterstützt Ansiedlung einer Batteriezellfertigung

Wirtschaft |

Die Kreisverwaltung soll die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung im Rheinischen Revier weiterhin unterstützen. Diese Vorlage der Verwaltung hat der Kreisausschuss einstimmig befürwortet. Der Rhein-Kreis Neuss sei im Dreieck von Energie, Chemie und Aluminiumwirtschaft ein gut geeigneter Standort. Die Nähe zu diesen Branchen biete besondere wirtschaftliche Vorteile für den Aufbau und Betrieb der Produktion.

"Der dauerhafte Erhalt sowie die Weiterentwicklung des Energie- und Industriestandortes im Rhein-Kreis Neuss ist entscheidend für das Gelingen des Strukturwandels und die Sicherung des Wohlstandes der Menschen im Rheinischen Revier", so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. "Die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten", begründet der Landrat das Vorhaben und sieht die Initiative der Verwaltung durch den einstimmigen Beschluss bestätigt.

Dr. Jörg Fabri, Geschäftsführer der allocate International GmbH hat das Vorhaben den Mitgliedern des Kreisausschusses vorgestellt. Das Rheinische Revier biete mit seinen vorhandenen Strukturen, insbesondere durch die hier stark vertretene Chemie- und Metallindustrie sowie Energiewirtschaft gute Standortvoraussetzungen für eine Batteriezellfertigung. Perspektivisch können dort bis zu 1.700 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

"Durch die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung und die Nähe zu der Produktion würde auch ein zusätzlicher Standortfaktor für die hier ansässigen Unternehmen entstehen", sieht Kreisdirektor Dirk Brügge auch darüber hinaus Vorteile für den hiesigen Wirtschaftsstandort. "Das Projekt kann somit zu einer nachhaltigen Stärkung der Region beitragen", erläutert Brügge, der auch Mitglied im Koordinierungskreis der Zukunftsagentur Rheinisches Revier ist.

Das von der allocate International GmbH erarbeitete Konzept umfasst nicht nur eine reine Batteriezellfertigung, sondern die gesamte, vorlaufende Wertschöpfungskette. Hierdurch sollen im Hinblick auf Kosten und Qualität Synergien mit den bereits bestehenden Industrien in der Region erreicht werden. Ebenso sollen Material- und Energiekosten optimiert werden. Die Produkte sollen insbesondere auf den deutschen und europäischen Markt zugeschnitten sein.

Der Projektantrag zur Entwicklung der Batteriezellfertigung im Rheinischen Revier wurde beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht. Das Vorhaben wird von industriellen Partnern wir Norsk Hydro, INEOS, RWE Power und E.ON unterstützt.