Eine Menschengruppe
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (vorne, links) und Marcus Temburg (rechts) begrüßten im Kreishaus Grevenbroich die Gruppe finnischer Planungsexperten. © Anja Tinter/Rhein-Kreis Neuss

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Finnische Regionalplaner besuchten den Rhein-Kreis Neuss

Wirtschaft |

Planungsexperten aus 14 der insgesamt 18 finnischen Regionen besuchten jetzt gemeinsam mit Vertretern des finnischen Umweltministeriums den Rhein-Kreis Neuss. Im Kreishaus Grevenbroich begrüßte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Delegation, zu der Frank Hering, gebürtiger Neusser und seit vielen Jahren Regionalplaner der finnischen Region Kymenlaakso, den Kontakt hergestellt hatte.

Wie Landrat Petrauschke bei dem Austausch über planerische Fachthemen herausstellte, stehe die Regionalplanung vor der großen Herausforderung, zahlreiche Interessen und Belange zusammenzuführen und planerisch umzusetzen. Im vergangenen Jahr sei mit dem neuen Regionalplan Düsseldorf nach sieben Jahren Planverfahren ein ausgewogenes Planwerk vorgelegt worden, für das sich aber auch schon Anpassungsbedarf bei den Wohn- und Gewerbeflächendarstellungen zeige. Die Regionalplanung sei vor dem Hintergrund des geplanten Kohleausstiegs und des damit verbundenen Strukturwandels für die hiesige Region von besonders großer Bedeutung.

Marcus Temburg, Leiter des Amtes für Entwicklung und Landschaftsplanung des Rhein-Kreises Neuss, referierte über die planerische Praxis im Rhein-Kreis Neuss und ging dabei auch auf zentrale Fragen des Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlerevier ein. Ulla Koski vom finnischen Umweltministerium stellte ihrerseits das finnische Planungssystem und aktuelle Fragestellungen der Regionalplanung im Norden Europas vor. Beide Seiten wollen den Dialog über planerische Themen fortsetzen.