Julia Meisel, Nataša Sirigu, Dany Bober, Bianca Linden und Niels Elsäßer
V.l.: Julia Meisel vom KI Rhein-Kreis Neuss, Nataša Sirigu (Caritas Rhein-Kreis Neuss), Dany Bober, Bianca Linden (Diakonie Rhein-Kreis Neuss) und Niels Elsäßer von der Offenen Tür Barbaraviertel © S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

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"Gegen das Vergessen": Dany Bober begeisterte im Theater am Schlachthof

Integration |

Der jüdische Sänger und Liedermacher Dany Bober begeisterte jetzt bei seinem Auftritt im Theater am Schlachthof im Rahmen der jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) Rhein-Kreis Neuss präsentierte die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Integration und Migration der Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss und der Jugendberatungsstelle der Diakonie Rhein-Kreis Neuss.

Da der ursprünglich gewählte Veranstaltungsort, der Jugendtreff "Offene Tür Barbaraviertel", kurzfristig nicht genutzt werden konnte, war das Konzert in das Theater am Schlachthof verlegt worden. Dies ließ ausnahmsweise auf beiden Bühnen zwei Veranstaltungen gleichzeitig laufen. Tatsächlich waren so viele Besucher gekommen, dass das Publikum in den Räumlichkeiten der offenen Tür nicht genügend Platz gefunden hätte.

Dany Bober zog die Anwesenden durch seine herzliche und offene Art in den Bann. Er begeisterte sie mit jüdischen Gesängen, Neuvertonungen von Psalmen König Davids und Salomo und interessanten Erzählungen aus der jüdischen Geschichte. Lustige Anekdoten, Witze und Lieder zum Mitsingen rundeten das Programm ab. Der Künstler offenbarte an diesem Abend die lustige, schlagfertige, aber auch die melancholische und sehnsuchtsvolle Seite des Judentums - weit über die grauenvolle Geschichte der Verfolgung durch den Nationalsozialismus hinaus. Er zeigte auf, für welche Entwicklungen von Geschichten, Sprache und Gesang die Vertreibung der Juden in die unterschiedlichsten Länder der Welt verantwortlich ist und wie diese die jüdische Kultur bereichert hat. Erst nach einer Zugabe ließ das Publikum ihn von der Bühne gehen.

Das Konzert wurde gefordert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.