Eine Menschengruppe
Ortstermin in Grevenbroich-Neukirchen bei der sehr erfolgreichen Pflanzenschutzmittel-Sammelaktion 2019 (vorne, v. l.): Wasserschutzberater Martin Guttau, Stefan Alef, Technischer Leiter bei den Stadtwerken Neuss, Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky, Kreislandwirt Wolfgang Wappenschmidt und Stefan Offer, Landhandel Offer. © Rhein-Kreis Neuss

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Erfolgreiche Sammelaktion: Rekordmenge von 7.814 Kilo Pflanzenschutzmittel umweltgerecht entsorgt

Umwelt |

Genau 7.814 Kilogramm meldet das Kreisumweltamt als Ergebnis der diesjährigen Sammlung von Pflanzenschutzmitteln. "Das ist bisheriger Rekord", freut sich Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky und berichtet: "Bereits zum sechsten Mal seit 1995 haben wir im Rhein-Kreis Neuss unbrauchbar gewordene oder inzwischen nicht mehr zugelassene Pflanzenschutzmittel sowie deren Reste eingesammelt." An fünf Stationen im Kreisgebiet gaben Landwirte und gewerbliche Gärtner die Problemabfälle ab, um sie umweltgerecht entsorgen zu lassen.

Beim Landhandel Offer in Grevenbroich-Neukirchen überzeugte sich Mankowsky gemeinsam mit den beiden Wasserschutzberatern Martin Guttau und Jan Gruber von der Landwirtschaftskammer vom Erfolg der Sammelaktion. Guttau und Gruber beraten im Auftrag der Wasserschutzkooperationen die Landwirte und gewerblichen Gärtner. Sie dankten im Namen der heimischen Landwirte dem Kreisumweltamt und den Wasserversorgern, die sich erneut die Kosten teilten.

Gesammelt und entsorgt wurden die Pflanzenschutzmittel von den beiden Firmen Entsorgungsgesellschaft Niederrhein EGN und Schönmackers. "Der Umgang mit diesen Problemabfällen unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen und natürlich sind spezielle Sicherheitsvorkehrungen nötig", so Kreisgesundheitsdezernent Mankowsky.

Den Anstoß zu der Aktion gaben wieder die Wasserschutzkooperationen im Rhein-Kreis Neuss. Dies ist ein freiwilliger Zusammenschluss zwischen den Wasserversorgern und Landwirten sowie den gewerblichen Gärtnern. Gemeinsames Ziel der Kooperationspartner ist die Grundwasser schonende Flächenbewirtschaftung. Dies bedeutet vor allem, dass der eingesetzte Dünger soweit wie möglich von den Pflanzen genutzt und nicht etwa ins Grundwasser ausgeschwemmt wird. So führen die Wasserschutzkooperationen unter anderem umfangreiche Bodenuntersuchungen und Begrünungsmaßnahmen nach der Ernte durch und fördern spezielle Düngungstechniken für die Optimierung des Düngeeinsatzes. Auch die aktuelle Sammelaktion von Pflanzenschutzmitteln ist ein Baustein in der Arbeit der Wasserschutzkooperationen im Rhein-Kreis Neuss.