Reinhard Rehse, Albert Glöckner, Kreisdirektor Dirk Brügge, Museumsleiterin Dr. Kathrin Wappenschmidt und Dr. Karlheinz Wiegmann
Reinhard Rehse (Vorsitzender des Kreiskulturausschusses), Albert Glöckner (Vorsitzender der Freunde des Kulturzentrums Sinsteden), Kreisdirektor Dirk Brügge, Museumsleiterin Dr. Kathrin Wappenschmidt und Dr. Karlheinz Wiegmann (Leiter des Museums Schloss Rheydt) © Rhein-Kreis Neuss

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Neue Ausstellung im Kreiskulturzentrum Sinsteden

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Die Ausstellung "Teutscher Reis und Peper van Indien - Neue Pflanzen in heimischen Gefilden" ist noch bis zum 2. Juni im Kreiskulturzentrum Sinsteden zu sehen. Eröffnet wurde sie jetzt von Kreisdirektor Dirk Brügge, Karlheinz Wiegmann, dem Leiter des Museums Schloss Rheydt, und von Museumsleiterin Kathrin Wappenschmidt.

Kreisdirektor Dirk Brügge hob hervor, dass die Ausstellung per Zeitreise zur Spurensuche einlädt: "Gezeigt wird die Herkunft von Lebens- und Genussmitteln, die uns längst vertraut, aber eigentlich Exoten sind. Denn die meisten Nutzpflanzen sind aus fernen Ländern importiert und bei uns weiter kultiviert worden", sagte Brügge. Beispiele für "neue Pflanzen in heimischen Gefilden" sind Nahrungsmittel wie die Kartoffel - die wohl zu den bekanntesten Übernahmen aus der neuen Welt zählt -, aber auch Mais, Tomaten und Reis. Genussmittel wie Kaffee, Kakao oder Tee sowie Gewürze wie Pfeffer, Zimt, Vanille oder Senf und Früchte wie Apfelsine, Zitrone, Ananas und Banane sind ebenfalls von unserer Speisekarte nicht wegzudenken.

Kreiskulturzentrumsleiterin Kathrin Wappenschmidt erläuterte bei der Eröffnung: "Die Ausstellung richtet den Blick auf Pflanzen, die in der Renaissance und mit den Entdeckungen seit jener Zeit ihren Weg zu uns fanden. Die Adeligen in ihren Herrensitzen gehörten zu den ersten, die in Gärten und Parks neu entdeckte Pflanzen kultivierten, die neuen Nahrungsmittel genossen - oder sie in ihren Kunst- und Wunderkammern und Galerien künstlerisch verewigen ließen." Karlheinz Wiegmann, Leiter des Museums Schloss Rheydt, fügte hinzu, dass auch viele Zierpflanzen aus anderen Ländern stammen. "Ganz gleich ob Tulpen, Narzissen, Dahlien oder Orchideen, kaum etwas stammt aus unseren Breiten", sagte Wiegmann. Die Ausstellung "Teutscher Reis und Peper van Indien - Neue Pflanzen in heimischen Gefil-den", die in Kooperation mit dem Museum Schloss Rheydt entstanden ist, betrachte unsere Ernährung einmal geschichtlich und hinterfrage gleichzeitig unser kulturelles Verständnis.

Begleitend zur Ausstellung und ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Museum Schloss Rheydt ist ein 60-seitiger Katalog mit farbigen Abbildungen und Texten von Reinhard Feldmann, Kathrin Wappenschmidt, Karlheinz Wiegmann erschienen. Den Katalog gibt es zum Preis von 5 Euro im Kreiskulturzentrum Sinsteden.

Das Kreiskulturzentrum ist dienstags bis sonntags jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Wer sich die Ausstellung im Rahmen einer Familienführung anschauen will, hat dazu am 23. März und am 19. Mai, jeweils ab 14 Uhr, Gelegenheit. Weitere Information rund um das Kulturzentrum gibt es im Internet.