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Der Kreistag hat in einer Sondersitzung über die Bewältigung des Strukturwandels beraten. © Rhein-Kreis Neuss

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Sondersitzung des Kreistags zum Strukturwandel: Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze schaffen

Politik |

Die besten Chancen für einen gelingenden Strukturwandel schafft ein gemeinsames Vorgehen. Hierbei war sich alle Fraktionen des Kreistages in einer Sondersitzung "Ausstieg aus der Braunkohle – Einstieg in den Strukturwandel" einig. Ziel sei, dass der Rhein-Kreis Neuss auch künftig ein starker Industriestandort bleibe. Es gelte nun schnellstmöglich, optimale Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze und eine erfolgreiche Entwicklung der Wirtschaft im Kreis und dem gesamten Revier zu schaffen.

Um dies zu erreichen, sollen nun zeitnah neue Flächen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen sowie konkrete Projekte umgesetzt werden. Zudem steht für die Fraktionen eine Stärkung der Verkehrs- und digitalen Infrastruktur im Fokus. Ebenfalls sollen Perspektiven und Umschulungsprogramme für Beschäftigte von RWE und Zuliefererunternehmen geschaffen werden, deren Arbeitsplatz künftig wegfällt.

"Mit unseren Projekten Campus Changeneering, Alu-Valley 4.0, Reviermanagement Gigabit sowie der Modellregion Wasserstoff-Mobilität haben wir bereits erste Projekte angeschoben, mit denen wir unseren Standort nachhaltig stärken möchten. Hieran werden Kreistag und Verwaltung weitere Maßnahmen anknüpfen", berichtete Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

In der Kreistagssitzung gab Petrauschke einen Überblick über die Beschlüsse der Kohlekommission, die Folgen des vorgezogenen Ausstiegs aus der Braunkohle sowie geplante Maßnahmen zur Bewältigung des Strukturwandels. Zudem referierte Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut über den Strukturwandelprozess. Über die Folgen des Ausstiegs aus der Braunkohleverstromung für RWE im Rheinischen Revier sowie die Planungen von RWE für den Kraftwerksstandort Frimmersdorf informierten Wilfried Pakmor und Eberhard Uhlig von RWE.

Die Fraktionen verständigten sich darauf, zunächst einzelne Maßnahmen abzustimmen und zu priorisieren und diese dann in den nächsten Sitzungen des Kreisausschusses sowie Kreistages zu beschließen.