Feld- und Werksbahnmuseum Oekoven
Feld- und Werksbahnmuseum Oekoven (Archivfoto) © M.Reuter

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Feld- und Werksbahnmuseum: Kreis fördert Museum schon seit vielen Jahren

Kultur |

Das Feld- und Werksbahnmuseum in Rommerskirchen zählt zu den ersten Adressen unter Eisenbahnfreunden. 5.000 Besucher jährlich bestätigen, dass es sich auch überregional einen Namen gemacht hat. Seit vielen Jahren unterstützt der Rhein-Kreis Neuss das Museum finanziell im Rahmen seiner Kulturförderung - bis 2016 mit insgesamt 84.700 Euro an fixen Projekt- sowie Sonderzuschüssen. Der derzeitige Festzuschuss von jährlich 4.200 Euro ist für 2017 und 2018 nicht eingerechnet, weil er von den Betreibern noch nicht abgerufen worden ist.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weist vor dem Hintergrund der aktuell vom Trägerverein zu erfüllenden Brandschutzauflagen darauf hin, dass die noch offenen Fördermittel auch umgewidmet werden könnten. "Der Rhein-Kreis Neuss wird das Feld- und Werksbahnmuseum auf jeden Fall weiter dabei unterstützen, die brandschutzrechtlichen Auflagen zu erfüllen und im weiteren Dialog auch gerne Fördermöglichkeiten zur Umsetzung aufzeigen", so Petrauschke.

Umso mehr ist der Landrat verärgert über die Äußerungen eines Kreistagsmitgliedes, das einem für den Brandschutz zuständigen Kreismitarbeiter in der Sache Feld- und Werksbahnmuseum "Beamtenwillkür" unterstellte. Petrauschke: "So eine Aussage wider besseren Wissens von einem Mitglied des Kreistages ist ein unsäglicher persönlicher Angriff, der einfach nicht geht. Ich stelle mich ausdrücklich vor meinen Mitarbeiter, der verantwortlich nach Recht und Gesetz zum Schutz der Besucher des Museums gehandelt hat." Enttäuscht zeigt er sich dabei, dass der Kreistagsabgeordnete eine Möglichkeit zur Entschuldigung nicht genutzt hat.

Wie der für Bauaufsicht zuständige Kreisdezernent, Karsten Mankowsky, zudem in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses erläutert hat, ist der Trägerverein nicht vom Kreis - wie öffentlich teils dargestellt - mit den Brandschutzmängeln überrascht worden. Ausgangspunkt der Vorgaben durch den Kreis war vielmehr ein Brandschutzkonzept, das von Bauherren - wie hier geschehen - vorzulegen und dann auch zu erfüllen ist. Bereits im Mai dieses Jahres sei die Situation unter anderem mit den Rechtsanwälten des Vereins einvernehmlich erörtert worden. Ein weiteres Gespräch folgte im Juli zwischen dem Verein, Mankowsky und Bürgermeister Dr. Martin Mertens. Im gleichen Monat habe der Verein das von ihm beauftragte Brandschutzkonzept des Büros Brandschutz Pistel GmbH beim Kreis eingereicht.

Wie Mankowsky betont, war und ist der Kreis stets bereit, Bauherren bei der Umsetzung von Brandschutzbestimmungen zu beraten. Er bedaure daher die zuletzt beim Museum ins Leere laufenden Gesprächsangebote des Kreises. Der für die Bauaufsicht zuständige Dezernent sieht sich aber in der Verantwortung für die Unversehrtheit der Besucher des Museums, insbesondere im Falle eines Brandes. In diesem Zusammenhang macht er auf einen Löschversuch vor Ort im April aufmerksam, bei dem auch der Bürgermeister der Gemeinde und die Feuerwehr zugegen waren. "Das Ergebnis wäre im Ernstfall katastrophal gewesen. Aus den Löschrohren kam zunächst kein Wasser. Die Feuerwehr musste die Entnahmeeinrichtung erst reinigen", so Mankowsky. Außerdem bestätigt ein von der Gemeinde Rommerskirchen in Auftrag gegebenes Gutachten vom August, dass der Zugang für die Feuerwehr nicht über unbefestigte Flächen erfolgen darf, sondern den allgemeinen Vorgaben für die Herstellung von Feuerwehrzufahrten entsprechen muss.