Smartphone mit MRSApp vor Keimen
© 861992194/Dr_Microbe/iStock/Getty Images Plus

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Mehr als 33.000 Aufrufe: Wie schütze ich mich gegen multiresistente Keime?

Gesundheit |

Wie können sich Patienten, Angehörige, Ärzte und Pfleger gegen multiresistente Keime schützen? Das zeigt eine kostenlose Internet-Anwendung des Rhein-Kreises Neuss und des euregionalen Netzwerks EurSafetyHealth-Net. In kurzen Video-Clips werden geeignete Hygienemaßnahmen anschaulich dargestellt. Dabei geht es unter anderem um Händedesinfektion, das Anlegen von Schutzkleidung vor dem Krankenzimmer und Schutzmaßnahmen während eines Krankentransports.

Die so genannte MRSApp ist nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Englisch und Niederländisch verfügbar. Sie wurde seit ihrer Einführung im Jahr 2012 bereits mehr als 33.000 Mal aufgerufen.

MRSA - diese Abkürzung steht für "Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus", einen Problemkeim, der insbesondere in Krankenhäusern und Altenheimen schwere Infektionen hervorrufen und mit nur noch wenigen Antibiotika behandelt werden kann. Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr erklärt: Patienten, die sich einer stationären Behandlung unterziehen, können einen solchen Erreger von zuhause unwissentlich mit in die Klinik bringen. Um eine Weiterverbreitung im Krankenhaus auszuschließen, werden Patienten bei der Aufnahme routinemäßig untersucht.“ Bei einem positiven Befund warten auf den Betroffenen eine Spezialbehandlung und Quarantäne.

Mit Hilfe der MRSApp erhalten sowohl Patienten und deren Angehörige als auch Ärzte, Pflegekräfte in Altenheimen und Krankentransportdienste wichtige Informationen über multiresistente Keime. Die App gibt es kostenlos unter http://mrsapp.rhein-kreis-neuss.de/ als Web-App sowie im AppStore und bei GooglePlay.