Mann steht vor eingerahmten Funkgeräten
„Die Alarmierungsdauer liegt künftig im einstelligen Sekundenbereich“: Projektleiter Elmar Eppels von der Leitstelle des Kreises über die Digitalisierung bei Feuerwehren und Rettungsdiensten. © Rhein-Kreis Neuss

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Rhein-Kreis Neuss digitalisiert Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdiensten

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Der Rhein-Kreis Neuss hat mit großem Aufwand die Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdiensten digitalisiert. Es geht schließlich häufig bei der Versorgung von Verletzten oder bei der Bekämpfung von Bränden um Sekunden. "Es kann und darf nicht sein", so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, "dass auf Grund technischer Unzulänglichkeiten die Alarmierungsdauer teilweise über eine Minute beträgt."

Auf Vorschlag des Landrats und auf Empfehlung des zuständigen Fachausschusses hat der Kreistag daher beschlossen, die von 1997 stammende Alarmierungstechnik gegen ein zeitgemäßes Verfahren auszutauschen. Das ist jetzt geschehen. "Die Alarmierungsdauer liegt künftig im einstelligen Sekundenbereich, die Alarmierungen sind durch eine Verschlüsselung abhörsicher, und eine Störung durch Dritte ist ausgeschlossen, da der Rhein-Kreis Neuss auf einer bundesweit nur einmal vergebenen Frequenz arbeitet", erklärt Projektleiter Elmar Eppels von der Leitstelle des Kreises.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Sendestandorte der Alarmierungstechnik verdoppelt, neueste technische Verfahren implementiert und über 3600 neue digitale Meldeempfänger beschafft. In diese Technik hat der Kreis insgesamt 2,5 Millionen Euro investiert. "Das sind Ausgaben, die den Kommunen erspart bleiben, obwohl diese für die Alarmierung der Feuerwehren zuständig sind", erläutert Petrauschke.

Eine Arbeitserleichterung für die Feuerwehren bringt die neue Technik zusätzlich mit sich: Die Meldeempfänger werden künftig im Rahmen einer Fernwartung softwaremäßig auf dem aktuellen Stand gehalten, und die komplette Geräteverwaltung übernimmt die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss. Sobald die neuen digitalen Meldeempfänger von den Wehrführern personenscharf den jeweiligen Hilfskräften zugeordnet worden sind, kann die Technik an den Start gehen.