Eine Menschengruppe
Treten für Organspende-Ausweise ein (von links): Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, Batholomäus Stammen und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. © Rhein-Kreis Neuss

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Betroffener aus dem Rhein-Kreis Neuss wirbt für Organspende-Ausweis

Gesundheit |

Am 2. Juni steht der Tag der Organspende im Kalender. Im vergangenen Jahr überließen 797 Verstorbene in Deutschland notleidenden Menschen fast 2.600 Organe. Diese auf den ersten Blick stolze Zahl spiegelt jedoch eine rückläufige Tendenz wieder – ein Aspekt, der auch Bartholomäus Stammen aus Neuss beschäftigt. Er war jetzt im Vorfeld des Tages ins Gesundheitsamt des Kreises zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen worden.

Stammen ist bereits zweifach nierentransplantiert und hat mit dem ersten Fremdorgan allein 17 Jahre selbstbestimmt – also ohne Dialyse – leben können. Gegenüber Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky betonte er, dass er tagtäglich zufrieden und dankbar sei, trotz seiner Grunderkrankung ein Leben in völliger Normalität führen zu können. "Meine Frau hat mich auch in schwierigen Situationen stets begleitet, was ich sehr zu schätzen weiß", führte der 68-Jährige aus und wies darauf hin, dass neben der medizinischen fachärztlichen Betreuung auch der familiäre Aspekt nicht zu unterschätzen ist.

"Nach wie vor warten rund 10.000 Menschen bundesweit auf ein Organ, hiervon sterben täglich drei", stellte Gesundheitsdezernent Mankowsky fest, und Landrat Petrauschke ergänzte: "Nur 35 Prozent der Bundesbürger verfügen über einen Organspende-Ausweis. Diese Quote ist noch optimierungsfähig." Fragen zur Organspende beantwortet das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss. Dort lassen sich auch jederzeit Organspende-Ausweise kostenlos anfordern. Nähere Informationen im Internet.