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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke © M. Schiffer | Volle Größe

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Landrat Petrauschke: "Bezahlbare und sichere Energieversorgung muss gewährleistet bleiben"

Wirtschaft |

"Die Politik der Bundesregierung dient der Schaffung von Vollbeschäftigung und gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland", heißt es im Mandatsentwurf für die Kommission, die Deutschland den Weg aus der Kohleverstromung weisen soll. Ihre "Empfehlungen zur sozialen und strukturpolitischen Entwicklung der Braunkohleregionen" will die von der Bundesregierung einberufene Kohlekommission demnach schon bis Ende Oktober vorlegen.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßt, dass es dabei ausdrücklich auch um die "Schaffung einer konkreten Perspektive für neue, zukunftssichere Arbeitsplätze" gehen soll. Gleichzeitig macht er auch deutlich, dass es um tausende Arbeitsplätze und die Sicherheit der Energieversorgung geht. "Die Energiewende und der Braunkohleausstieg müssen ohne Strukturbrüche gestaltet werden können. Das geht nicht, ohne eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, die Braunkohle als Brückentechnologie einschließt." So seien Fragen der Speicher- und Grundlastfähigkeit von Wind- und Solarenergie noch nicht hinreichend beantwortet, weshalb sie allein die Versorgungslast nicht tragen könnten.

"Neben dem Klimaschutz muss eben auch die Versorgungssicherheit gewährleistet sein", sagt Petrauschke. Im Rhein-Kreis Neuss sei es auch gerade die Nähe zur Braunkohle, warum Unternehmen der Aluminium- und Chemie-Industrie so stark vertreten sind. "Allein in diesen Branchen, die auf Planungssicherheit setzen können müssen, arbeiten bei uns über 10.000 Menschen", so der Landrat.