Menschengruppe steht an neuem Terminal.
V.l.: Führerscheinstellenleiterin Barbara Edelhagen stellt das neue Terminal zusammen mit den Kreisdezernenten Tillmann Lonnes (l.) und Harald Vieten vor. © A. Tinter / Rhein-Kreis Neuss

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Führerschein einfacher beantragen: Rhein-Kreis Neuss setzt auf neue Selbstbedienungsterminals

Bürgerservice |

Wer sich einen neuen Führerschein ausstellen lassen will, kann ab sofort ein biometrisches Passfoto direkt in den Kreishäusern in Neuss und Grevenbroich machen lassen. Der Rhein-Kreis Neuss hat jeweils ein Selbstbedienungs-Terminal der Bundesdruckerei in den Servicebereichen der Straßenverkehrsämter in den Kreishäusern in Neuss und Grevenbroich aufgestellt. Damit können Bürger biometrische Fotos von sich selbst machen lassen. Der jeweils zuständige Sachbearbeiter erhält das Foto automatisch in digitaler Form und leitet es für die Führerscheinbestellung an die Bundesdruckerei weiter. Ausgedruckt wird es nicht mehr.

Die Kreisdezernenten Tillmann Lonnes und Harald Vieten sowie Barbara Edelhagen, Teamleiterin der Führerscheinstelle, stellten das Terminal vor. IT-Dezernent Harald Vieten freut sich: "Damit wird es jetzt einfacher, einen Antrag zu stellen. Der Bürger spart Zeit, und auch die Mitarbeiter haben weniger Aufwand, denn sie brauchen keine Fotos mehr einzuscannen. Wir denken bereits darüber nach, die Automaten ebenfalls in anderen Bereichen einzusetzen." So soll beispielsweise auch die Ausländerbehörde des Kreises die neue Technik nutzen. Dazu werden weitere Funktionen freigeschaltet: Dann erfassen die Terminals neben digitalen Fotos auch Unterschriften und Fingerabdrücke.

Der für das Straßenverkehrsamt zuständige Dezernent Tillmann Lonnes fügt hinzu, dass die Terminals höchste Sicherheitsstandards erfüllen und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert sind. Nach dem Abruf der Daten durch die Kreismitarbeiter und der digitalen Übermittlung an die Bundesdruckerei werden diese nach 24 Stunden gelöscht.

Die Automaten, die auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sind, bieten dem Nutzer mehrere Sprachen an. Für Führerscheinstellen-Leiterin Barbara Edelhagen liegen die Vorteile auf der Hand: Der Kunde kann sofort feststellen, ob das Foto biometrisch ist, und zahlt für das digitale Foto lediglich eine Schutzgebühr in Höhe von vier Euro. 3,50 Euro gehen direkt an die Bundesdruckerei, die die Terminals in den Kreishäusern kostenfrei zur Verfügung stellt.