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Digital und Chemie: Projekt "ChemLab" hat beste Chancen auf Landesförderung

Wirtschaft |

Das federführend vom Rhein-Kreis Neuss mit der Unterstützung der Stadt Dormagen und des Chempark-Betreibers Currenta auf den Weg gebrachte Projekt "ChemLab - Synergie aus digital und Chemie" hat beste Chancen, vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert zu werden. Darüber hat der Projektträger des zuständigen Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung Kreisdirektor Dirk Brügge informiert. Die Kreiswirtschaftsförderung als Antragsteller und ihre Partner versprechen sich einen Zuschuss von 200.000 Euro, jeweils weitere 100.000 Euro würden der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Dormagen dazu steuern.

"Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Projekt vom Gutachtergremium des Förderaufrufs grundsätzlich positiv bewertet wurde", heißt es in dem Schreiben aus Düsseldorf ins Kreishaus. Die zuständige Behörde werde auf der Grundlage des noch zu ergänzenden Förderantrags die Bewilligungsvoraussetzungen abschließend prüfen und den Zuwendungsbescheid erteilen.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass wir so weit gekommen sind", so Brügge. Der Kreis arbeite mit Hochdruck und gemeinsam mit heimischen Unternehmen an einer Digitalisierungsstrategie für die Wirtschaft an Rhein und Erft. "In diesem Rahmen wird auch die Verzahnung der chemischen Industrie mit dem rheinischen Start-up-Ökosystem weiterentwickelt. Dafür steht ChemLab, dafür setzen wir uns ein", betont der Kreisdirektor.

Ziele von ChemLab sind die Förderung digitaler Prozesse und Innovationen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in der Chemie und die Unterstützung junger Unternehmen. Hintergrund: Im Chempark Dormagen arbeiten rund 10.000 Beschäftigte in etwa 60 Betrieben. Dormagen liegt im Herzen der rheinischen Chemieregion, und der Chempark ist Europas größter Chemiepark-Verbund. Gleichzeitig liegen im unmittelbaren Umkreis bedeutende Hochschulen und Universitäten für Studiengänge in Chemie und Informationstechnologie, was gute Voraussetzungen für digitale Gründer schafft. Beide Seiten sollen nun zusammengeführt werden.

Vor wenigen Wochen hat bereits eine "ChemTech Innovation Night" in Dormagen für Aufmerksamkeit gesorgt. Start-ups, Wissenschaftler und Unternehmer stellten dort digitale Innovationsprojekte vor. Unter dem Motto "Chemie trifft Digital" hatten der "digihub Düsseldorf/Rheinland", die Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss sowie die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen gemeinsam mit Currenta zahlreiche Gäste begrüßt, darunter den auch für die Digitalisierung zuständigen Landeswirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld.