Drei Personen mit einem Bauplan
Kreisstraßenbauprogramm im Blick (von links): Dezernent Karsten Mankowsky, Christoph Kurth vom Kreistiefbauamt und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. © A. Tinter

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Kreisstraßenbauprogramm: Sicherheit und Förderung des Radverkehrs im Blick

Straßenbau |

Das Investitionsprogramm des Rhein-Kreises Neuss für den Um-, Aus- und Neubau der Kreisstraßen umfasst ein mittelfristiges Investitionsvolumen von 50,4 Millionen Euro bei einem Eigenanteil von etwa 16,8 Millionen. Das geht aus dem Kreisstraßenverkehrskonzept hervor. „Es geht uns um den Erhalt und den Ausbau der wichtigen Infrastruktur. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, die Beseitigung von Engpässen sowie die Förderung des Fahrrads als Verkehrsmittel haben Priorität“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

„Außerdem geht es um die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen durch den Aus- und Umbau von Straßen sowie eine sinnvolle und nützliche Anbindung der Kreisstraßen ans (über-) regionale Straßennetz“, ergänzt der zuständige Dezernent Karsten Mankowsky. Die Maßnahmen stünden unter dem Vorbehalt von Finanzierung und Baurecht, zeigten aber, dass der Kreis auf dem richtigen Weg sei.

Das Kreisstraßenbauprogramm beinhaltet 2018 eine Neubaumaßnahme. Es handelt sich um ein Projekt an der Kreisstraße 10 von Oekoven nach Barrenstein. Der kombinierte Geh- und Radweg ist als Anschluss an die innerörtliche Führung der K 26 in Oekoven geplant. Dadurch soll eine sichere Radwege-Verbindung entstehen. Die K 10 ist mit 5,50 Metern Fahrbahnbreite in diesem Bereich sehr schmal, so dass es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Radfahrern und dem Kfz-Verkehr kommt. Darüber hinaus existieren keine zumutbaren Alternativen für eine verträgliche Radfahrer-Führung in Richtung Industriegebiet Ost und weiter zur Grevenbroicher City.

„Die Ausführungsplanung ist abgeschlossen. Alle für den Radwegebau erforderlichen Grundstücke und Flächen befinden sich im Eigentum des Kreises. Das uneingeschränkte Baurecht liegt somit vor“, hieß es jetzt im Nahverkehrs- und Straßenbauausschuss. Der Radweg ist Bestandteil des vom Regionalrat beschlossenen Förderprogramms „Nahmobilität“, so dass auch die Finanzierung der Maßnahme seitens des Landes Nordrhein-Westfalen gesichert ist.

Die Gesamtkosten für den etwa anderthalb Kilometer langen Rad- und Gehweg betragen rund 760 000 Euro, wovon der Kreisanteil bei 230 000 Euro liegt. Das Kreistiefbauamt bereitet derzeit die Ausschreibungs- und Vergabeunterlagen vor und führt die finale Abstimmung mit den am Bau Beteiligten durch. Bei planmäßigem Verlauf des Verfahrens ist davon auszugehen, dass die Bauarbeiten Ende Juni beginnen können und im Herbst abgeschlossen sind.