Herbert Häner, Vias Rail, Georg Seifert VRR, Sebastian Nießen, Vias Rail, Bürgermeister Klaus Krützen, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Nahverkehrsausschussvorsitzender Harald Holler
Probefahrt im flammneuen "Lint 54" (v.l.): Herbert Häner, Vias Rail, Georg Seifert VRR, Sebastian Nießen, Vias Rail, Bürgermeister Klaus Krützen, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Nahverkehrsausschussvorsitzender Harald Holler © Rhein-Kreis Neuss

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Probefahrt mit Landrat: Neuer Vias-Zug der RB 39 vorgestellt

Straßenverkehr |

Zum Winter-Fahrplanwechsel wird das Verkehrsunternehmen VIAS Rail GmbH den Betrieb auf dem heutigen RB 38-Teilstück zwischen Bedburg und Düsseldorf von der Deutschen Bahn übernehmen. Vorab konnten sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeister Klaus Krützen am Grevenbroicher Hauptbahnhof schon ein Bild von einem der neuen Triebwagen vom Typ Lint machen, die hier zum Einsatz kommen werden. Zusammen mit Harald Holler, Vorsitzender des Kreisnahverkehrsausschusses, sowie Vertretern des VRR und der Vias Rail GmbH gingen sie auf Probefahrt nach Neuss und zurück.

Ab dem 10. Dezember werden insgesamt 12 neue Vias-Züge überwiegend auf der dann als RB 39 bezeichneten Strecke rollen und für mehr Komfort sorgen. Zu ihren Besonderheiten gehören Luftfederung, geräumige Flächen mit Klappsitzen für Fahrräder und Kinderwagen. Auch für Rollstuhlfahrer ist Platz. Sie finden zudem ein behindertengerechtes WC vor. Weitere Details sind ein verstärktes Mobilfunknetz, Videoüberwachung, Monitore für Fahrgastinfos sowie an vielen Sitzen Steckdosen für Laptop oder Smartphone, automatisch ausfahrbarer Schiebetritt. Rollstuhlfahrer können auf Knopfdruck den Fahrzeugführer auch bitten, eine Rampe auszulegen. Knapp 50 Millionen Euro kosten die "Lint 54"- und "Lint 41"-Fahrzeuge, die der VRR finanziert.

Wie Landrat Petrauschke bei der Fahrt im 1590 PS starken Lint 54 mit 165 Sitzplätzen betonte, ist ein gutes Angebot wichtig, um mehr Menschen vom Auto in die Bahn zu bringen. Dem würden auch die höheren Kapazitäten der neuen Linie Rechnung tragen. So wird es zum Beispiel zur Hauptverkehrszeit zwischen sechs und acht Uhr morgens von Grevenbroich nach Neuss einen 15-Minuten-Takt geben. Ein Wunsch vieler Fahrgäste - mehr durchgehende Verbindungen zwischen Grevenbroich und Düsseldorf am Wochenende - wird in den Nächten auf Samstag und Sonntag erfüllt werden.

Dass die Vias Rail GmbH kein Neuling im Transportsektor ist, sondern bereits Schienenpersonenverkehr auf zwei Linien im hessischen Raum betreibt, erläuterte ihr Geschäftsführer Sebastian Nießen. Mit dem neuen RB-39-Angebot würden zugleich auch 50 Arbeitsplätze geschafft.