Grüne Weltkugel auf Gras
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Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Ziele

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bildet seit Dezember 2000 die Basis für einen einheitlichen und umfassenden Gewässerschutz in Europa. Hauptziel ist die Erhaltung bzw. Erreichung eines guten ökologischen und chemischen Zustandes aller oberirdischen Gewässer und des Grundwassers bis zum Ende des Jahres 2015 - mit zweimaliger Möglichkeit zur Fristverlängerung bis spätestens 2027.

Instrumente

Zur Umsetzung der WRRL erfolgen bundesweit  Bestandsaufnahmen aller Wasserkörper sowie die Aufstellung von Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) sind der Bewirtschaftungsplan und das Maßnahmenprogramm mit Steckbriefen der Planungseinheiten im Jahr 2010 behördenverbindlich eingeführt worden. Die Planungseinheiten-Steckbriefe enthalten detailliertere Informationen zu einzelnen Gewässern und Grundwasserkörpern.

Aktuell werden Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme überarbeitet. Aus Nordrhein-Westfalen sind dazu Beiträge für den Rhein, die Weser, die Ems und die Maas zu liefern.

Die entsprechenden Entwürfe werden am 22.12.2014 veröffentlicht. Die Öffentlichkeit hat anschließend 6 Monate Zeit, zu diesen Entwürfen Stellung zu nehmen. Die Fertigstellung des zweiten Bewirtschaftungsplans und Maßnahmenprogramms muss bis 22.12.2015 erfolgen.

Weitere Informationen zu den Themen WRRL in NRW und Öffentlichkeitsbeteiligung können Sie der Internetseite des Landesumweltministeriums entnehmen - siehe Link-Box.

Aktuelle Umsetzung in  NRW

Mit dem Programm "Lebendige Gewässer" werden in Nordrhein-Westfalen Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung von oberirdischen Gewässern, die voraussichtlich bis 2015 die Ziele zur Gewässerstruktur und zur Durchgängigkeit nicht erreichen, konkretisiert. Es ist angestrebt, den natürlichen Charakter der Gewässer soweit wie möglich wiederherzustellen. Die Maßnahmen sind in Umsetzungsfahrplänen beschrieben, die landesweit bis März 2012 in regionalen Kooperationen erarbeiten wurden. Umsetzungsfahrpläne sind konzeptionell und räumlich übergeordnete Planungen, die auf vorhandene Konzepte zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern oder Gewässerauenkonzepte Bezug nehmen können. Als Hilfsinstrumente räumen sie im Bewirtschaftungsplan aufgezeigte Finanzierungs- und Planungsvorbehalte aus. Transparent zeigen sie auf, wie die Bewirtschaftungsziele bis 2027 erreicht werden sollen und sind dann Basis für die konkrete Planung von Einzelmaßnahmen durch Kommunen und  Wasser- und Bodenverbände als Gewässerunterhaltungs- oder Ausbaumaßnahmen.

Die Untere Wasserbehörde des Rhein-Kreises Neuss leitet die Kooperation der Planungseinheit  "Rheingraben-Nord - Linke Rheinzuflüsse Neuss-Uerdingen" (PE_RHE_1200).