Stethoskop vor einem Plastikherz
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Gemeinsam gegen Karies

Schwangere mit Baby

Im Volksmund wird allgemein behauptet, dass jede Schwangerschaft zum Verlust eines Zahnes der Mutter führt! Stimmt das?

Zur Beantwortung dieser Frage wollen wir zunächst klären, was während der Schwangerschaft passiert!

IHR ZAHNFLEISCH ...

Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft führt dazu, dass das Zahnfleisch stärker durchblutet wird, empfindlicher ist, sich leichter entzündet und anschwillt. Dieses Phänomen wird als Schwangerschaftsgingivitis (Zahnfleischentzündung) bezeichnet.

Eine unbehandelte Zahnfleisch- und Zahnbettentzündung (Parodontitis) gilt als Risikofaktor für eine Frühgeburt und ein niedriges Geburtsgewicht. Aus diesem Grund sollte Ihre Zahnpflege während der Schwangerschaft optimal auf Ihre Mundsituation abgestimmt werden.

IHRE ZÄHNE ...

Zu Beginn der Schwangerschaft kommt es häufig zum Erbrechen, wodurch Magensäure in den Mundraum gelangt und die Oberfläche Ihrer Zähne entkalkt und den Zahnschmelz angreift.

TIPP:

Nach dem Erbrechen:

  • zunächst den Mund mit Wasser ausspülen
  • kauen Sie einen zuckerfreien Kaugummi
  • 1/2 Stunde bis zum Putzen warten

Wichtig für Ihr Kind...

Karies ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch Speichel auf Ihr neugeborenes Kind schnell übertragen werden kann.

TIPP:

  • Karies sollte bei werdenden Eltern unbedingt behandelt werden, damit das Ansteckungsrisiko für das Kind möglichst gering gehalten wird.
  • Um eine Übertragung der Keime zu vermeiden, sollte der Schnuller oder Breilöffel des Kindes grundsätzlich nicht abgeleckt werden.

Sie können Schäden an Ihren Zähnen während der Schwangerschaft vermeiden und einen Beitrag zu einem gesunden Lebensstart Ihres Babys leisten, indem Sie

  • täglich zwei- bis dreimal Ihre Zähne putzen
  • Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten benutzen
  • zweimal während der Schwangerschaft den Zahnarzt zur Kontrolle aufsuchen
  • ggf. professionelle Zahnreinigung durchführen
  • sich gesund ernähren

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen beim Gesundheitsamt oder Ihr Hausarzt gerne zur Verfügung.