Stethoskop vor einem Plastikherz
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Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG)

Was ist die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG)?

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft versteht sich als ein trägerunabhängiges und gleichzeitig trägerübergreifendes Expertensystem, das die Bestandsaufnahme und die Entwicklung von Strategien für den Aufbau fehlender Angebote im Rhein-Kreis Neuss und deren Vernetzung mit den vorhandenen Angeboten vorantreibt. Die PSAG dient darüber hinaus als Selbsthilfeorganisation der Koordination und Kooperation aller öffentlichen und nicht öffentlichen psychosozialen medizinischen sowie rehabilitativen und soziotherapeutischen Einrichtungen, der Beratungs- und Behandlungsdienste, der Selbsthilfe sowie Angehörigenorganisation im Rhein-Kreis Neuss.

Die PSAG ist in die Gremienstruktur des Rhein-Kreis Neuss (in die Konferenz für Gesundheit, Alter und Pflege sowie die Steuergruppe Sucht, Psychiatrie und Behinderung) mit Stimmrecht integriert, um auch auf politischer Ebene die Belange der Betroffenen und deren Angehörige zu unterstützen.

Arbeitskreise

Die verschiedenen Arbeitskreise der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft des Rhein-Kreis Neuss treffen sich regelmäßig.

  • Arbeitskreis Arbeit
  • Arbeitskreis Geistige Behinderung
  • Arbeitskreis Gerontopsychiatrie
  • Arbeitskreis Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Arbeitskreis Sucht
  • Arbeitskreis Wohnformen für Menschen mit Anspruch auf Eingliederungshilfe

Ansprechpartnerin

Wiltrud Winzen
Diakonisches Werk im Rhein-Kreis Neuss
Am Ständehaus 12
41515 Grevenbroich
Telefon: 02181 2132211

Geschäftsordnung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Rhein-Kreis Neuss

§ 1 - Name und Zuständigkeit

  1. Die Arbeitsgemeinschaft führt den Namen "Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft im Rhein-Kreis Neuss", abgekürzt PSAG. Sie besteht aus den Mitgliedern und dem Sprecherrat.
  2. Die Zuständigkeit der PSAG erstreckt sich auf den Rhein-Kreis Neuss

§ 2 - Zweck der PSAG

  1. Die PSAG dient als Selbstorganisation der Koordination und Kooperation aller öffentlichen und nicht öffentlichen psychosozialen Einrichtungen, Beratungs- und Behandlungsdienste, Selbsthilfe- sowie Angehörigenorganisationen im Rhein-Kreis Neuss.
  2. Die PSAG strebt zur Sicherung und Weiterentwicklung dieser Aufgaben eine enge Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Institutionen und Organisationen an.

§ 3 - Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jede mindestens 18 Jahre alte Person werden, die psychosozial tätig ist und sich mit der Zielsetzung der PSAG identifiziert.
  2. Die Mitgliedschaft wird schriftlich erklärt (Brief, Fax, Mail).
  3. Bestehen Bedenken gegen den Beitritt, entscheidet der Sprecherrat.

§ 4 - PSAG-Arbeitskreise

  1. Auf der Basis von Selbstorganisation gründen sich Arbeitskreise durch die Initiative einzelner Interessenten und/oder durch Anregung der Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter und der Steuergruppe Sucht, Psychiatrie und Behinderung des Rhein-Kreises Neuss.
  2. Die Arbeitskreise wählen einen Sprecher und einen Stellvertreter, die durch den Sprecherrat bestätigt werden.
  3. Der Sprecher ist Mitglied des Sprecherrates. Er moderiert und organisiert (Einladung, Protokoll etc.) die Arbeitskreissitzungen. Außerdem vertritt er/sie die Interessen des Arbeitskreises nach außen.

§ 5 - Sprecherrat

  1. Der Sprecherrat besteht aus den Sprechern der Arbeitskreise und aus den durch sie berufenen Fachleuten.
  2. Der Sprecherrat organisiert die Vertretung der PSAG in der Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter, der Steuergruppe Sucht, Psychiatrie und Behinderung und in der Öffentlichkeit. Die Vertretung orientiert sich an den Themen der Arbeitskreise.
  3. Der Sprecherrat bestimmt eine Person für die generelle Außenvertretung und einen Schriftführer.
  4. Der Sprecherrat gibt fachliche Stellungnahmen zu bestehenden und/oder geplanten Versorgungsangeboten im Rhein-Kreis Neuss in enger Zusammenarbeit mit der Psychiatriekoordination des Rhein-Kreises Neuss an die entsprechenden Gremien (Konferenz für Gesundheit, Alter und Pflege, Steuergruppe Sucht, Psychiatrie und Behinderung, Sozial- und Gesundheitsausschuss) und an die Öffentlichkeit ab.

Arbeitskreis Arbeit

Der Arbeitskreis Arbeit wurde im Februar 1991 als "Runder Tisch Arbeit" gegründet. Die Mitglieder treffen sich seitdem regelmäßig und beschäftigen sich mit Themen Arbeit und berufliche Rehabilitation für psychisch Kranke im Rhein-Kreis Neuss. Durch die bisher bestehende Gliederung des Rehabilitationssystems arbeiten die Einrichtungen der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation psychisch Kranker oft isoliert. Die Zusammenarbeit mit den jeweils weiterführenden Institutionen bringt Probleme und Schwierigkeiten durch mangelnde Koordination und Kommunikation mit sich. Zudem ist die berufliche Rehabilitation bisher überregional organisiert. In den Empfehlungen der Expertenkommission wird aber auch gerade für diesen Bereich eine ortsnahe Versorgung, also die Integration von beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen und Arbeitsangeboten in der Gemeindepsychiatrie gefordert.
Diese Entwicklung voranzutreiben und ein organisiertes Instrument für Kooperation und Vernetzung der Dienste zu geben, ist ein Hauptanliegen des Arbeitskreises Arbeit. So wurden z.B. in der Vergangenheit in der Region berufliche Qualifizierungsmaßnahmen (Berufliches Rehabilitationstraining) oder Integrationsfachdienste (IFD) geschaffen. Weiterhin wird als permanentes gemeinsames Projekt die Broschüre "Wege zur Arbeit" erstellt und regelmäßig aktualisiert um Fachleuten, Angehörigen und Betroffenen die Orientierung im "Dschungel der Institutionen" zu erleichtern.

Ansprechpartner

Martin Bickel
c/o Integrationsfachdienst Neuss
Hammer Landstraße 51
41460 Neuss
Telefon: 02131 568570
Telefax: 02131 5685722

Arbeitskreis Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten

Menschen mit geistiger Behinderung, insbesondere diejenige, die sich in Krisen befinden, bedürfen einer besonderen Unterstützung.  Im Kontext systematischer Rahmenbedingungen und/oder zusätzlicher seelischer Erkrankungen sind nicht nur die behinderten Menschen und deren Angehörige selbst, sondern auch ihre Betreuerinnen und Betreuer auf kompetente Unterstützung, Beratung und Therapie angewiesen. Der Arbeitskreis hat sich vorgenommen, dafür im Rhein-Kreis Neuss die erforderlichen Hilfen zu schaffen. Mitglieder des Arbeitskreises sind Fachkräfte der Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung, der Behindertenwerkstätten, der psychiatrischen Krankenhäuser und der Autismus-Ambulanz. Durch diese interdisziplinäre Zusammensetzung können psychologische, pädagogische und medizinische Aspekte der Gesamtproblematik aufgegriffen werden und es entsteht unter den angeschlossenen Einrichtungen ein konstruktiver Dialog zur Frage der verbesserten Integration geistig behinderten Menschen mit Problemverhalten.

Ansprechpartner

Wilfried Gaul-Canjé
St. Augustinus-Behindertenhilfe gGmbH
Stresemannallee 6
41460 Neuss
Telefon: 02131 52919990
Telefax: 02131 52919991

Arbeitskreis Gerontopsychiatrie

Der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie bezieht sich auf Themen und Fragestellungen psychiatrisch erkrankter älterer Menschen. Dem Arbeitskreis gehören vor allem die Vertreter der klinischen Einrichtungen im Rhein-Kreis Neuss sowie der vollstationären Einrichtungen und teilstationären Einrichtungen, wie Alten- und Pflegeheime, gerontopsychiatrische Tagespflegestätten an.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt des Arbeitskreises stellt demzufolge die vollstationäre Versorgung des oben genannten Personenkreises im Rhein-Kreis Neuss dar und befasst sich mit deren quantitativen und qualitativen Bedarfen. Die Grenzen der ambulanten Pflege und Betreuung werden dabei als Schnittstelle einer ganzheitlichen Versorgung miteinbezogen. Es werden Behandlungs- und Therapieangebote und deren konzeptionelle Grundlagen erörtert und weiterentwickelt. Der fachliche Austausch konzentriert sich auch auf juristische Fragestellungen, insbesondere für den Bereich gesetzliche Betreuungen, Unterbringungen und unterbringungsähnliche Maßnahmen.
Daneben wird aber auch die Anwendung und Novellierung bedeutsamer Leistungsgesetze (z.B. das SGB IX, SGB XII) fachlich diskutiert. In Zusammenarbeit mit der Konferenz für Gesundheit, Alter und Pflege des Rhein-Kreises Neuss wird der "Ratgeber für die Heimplatzsuche bei Demenz" regelmäßig festgeschrieben.

Ansprechpartner

Ulrich Bartkowiak
c/o St. Alexius-/St. Josef-Krankenhaus
Nordkanalallee 99
41464 Neuss
Telefon: 02131 52924250
Telefax: 02131 52924251

Arbeitskreis Kinder- und Jugendpsychiatrie

Der Arbeitskreis "Kinder- und Jugendpsychiatrie im Rhein-Kreis Neuss" konstituierte sich im Jahre 1997 mit dem Ziel, eine bessere Versorgung psychisch gestörter Kinder und Jugendlicher im Rhein-Kreis Neuss zu erreichen. Er tagt mit Teilnehmern aus den unterschiedlichsten psychosozialen und medizinischen Berufsbereichen bzw. Institutionen.
Vorrangiges Ziel ist ein optimales ambulantes, wie auch teil- und vollstationäres Behandlungsangebot für psychisch gestörte Kinder und Jugendliche im Kreisgebiet Neuss zu realisieren. Der Arbeitskreis kümmert sich um eine gute Vernetzung der bestehenden Angebote und ermöglicht einen unmittelbaren kollegialen Austausch. Daneben nimmt die fachliche Fortbildung einen breiten Raum bei den Treffen ein.

Ansprechpartner

Dipl.-Psych. Kurt Garbe
Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanz
Preußenstr. 84/Haus 7
41464 Neuss
Telefon: 02131 52925200
Telefax: 02131 52925201

Arbeitskreis Sucht

In diesem Arbeitskreis vertreten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Institutionen, die kreisweit mit Suchtkranken arbeiten. Vertreterinnen und Vertreter der entsprechenden Selbsthilfegruppen sind integraler Bestandteil dieses Arbeitskreises.
Der Arbeitskreis Sucht versteht sich als Plattform der Diskussion um konzeptionelle Neuerungen und Fortschreiben von Bedarfsprofilen für Hilfen für Suchtkranke (Alkohol-, Drogen-, Medikamentenabhängige sowie Essgestörte und Glücksspielabhängige sowie deren Angehörige). Darüber hinaus wird die kollegiale Zusammenarbeit zur Transparenz der Angebote, der Informationsaustausch und das Erarbeiten konkreter Projekte sowie interne Fortbildung gepflegt. Konkrete Schwerpunktthemen in den vergangenen Jahren waren: Einrichtung eines Telefon-Sucht-Notrufes, Verzahnung von Hilfen für Suchtkranke mit Arbeitshilfen, Rahmenbedingungen der Methadon-Substitution, Aufsuchendes "Betreutes Wohnen", Flyer "Suchtberatung und Behandlung".

Sprecher und Kontaktadresse

Dirk Jünger
Abteilungsleiter Soziale Dienste
Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH
Rheydter Str. 176
41460 Neuss
Telefon: 02131 889106
Telefax: 02131 889100

Arbeitskreis Wohnformen für Menschen mit Anspruch auf Eingliederungshilfe

In diesem Arbeitskreis treffen sich psychisch Kranke und Mitarbeiter aller Träger, die Hilfen im Bereich Wohnen für psychisch Kranke und Suchtkranke Menschen sowie Menschen mit geistiger Behinderung im Rhein-Kreis Neuss anbieten. Betroffene und Angehörige sind ausdrücklich mit eingeladen und wirken mit, um stärker von den Ressourcen und der Selbstbefähigung der Betroffenen her die Hilfen zu organisieren. Ziel des Arbeitskreises ist es, trägerübergreifend Informationen auszutauschen, zu kooperieren und bedarfsgerechte ambulante und stationäre Wohnhilfen weiterzuentwickeln. Die Zusammenführung ambulanter und stationärer Hilfen zum Wohnen in einer Hand beim Kostenträger Landschaftsverband Rheinland hatte Auswirkungen auf die Arbeit. Der Arbeitskreis öffnete sich, um auch für Menschen mit geistiger Behinderung und Suchterkrankten Unterstützung im Bereich Wohnen zu organisieren und die neuen Instrumente des Landschaftsverbandes wie Hilfeplanverfahren, Hilfeplan- und Regionalkonferenz kritisch konstruktiv zu begleiten.

Ansprechpartner

Martin Kresse
c/o St. Augustinus-Behindertenhilfe
Alexianerplatz 1
41464 Neuss
Telefon: 02131 52919620
Telefax: 02131 52919621