Stethoskop vor einem Plastikherz
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Mobile Suchtprävention: PrEventmobil

Mobile Suchtprävention

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat aktuell 2007 Ergebnisse einer Repräsentativuntersuchung zum Alkoholkonsum Jugendlicher vorgelegt. Im Vergleich zu den Ergebnissen der Untersuchung aus den Jahren 2004 und 2005 ist festzustellen, dass der Alkoholkonsum bei Jugendlichen deutlich angestiegen ist. Dieser Anstieg ist besonders auffällig bei den 16-17-jährigen männlichen Jugendlichen. In dieser Altersgruppe lag die durchschnittliche wöchentliche Trinkmenge an reinem Alkohol im Jahr 2004 bei 127 g und liegt im Jahr 2007 bei etwas 150 g reinem Alkohol im Wochendurchschnitt. Dies entspricht umgerechnet ca. zwei Gläser alkoholischer Getränke an jedem Tag in der Woche.

Ziele

  • persönlichen und positiven Erstkontakt der Jugendlichen mit dem Suchthilfesystem ermöglichen
  • Bewusstsein für persönliche Risiken im Umgang mit Suchtmitteln erweitern
  • Kontrollstrategien und Ausstiegshilfen vermitteln

Zielgruppen

  • Jugendliche und junge Erwachsene

Maßnahmen

PrEventMobil

Moderne Suchtpräventionskonzepte orientieren sich an der Lebenswelt der Zielgruppe. Es werden Kinder und Jugendliche dort aufgesucht, wo ihr Aktionsraum im Sinne eines gewohnten und gewählten Umfeldes ist. Für die Präventionsarbeit bedeutet dies die Notwendigkeit, flexibel und mobil diese Orte mit umfangreichem Präventionsmaterial aufzusuchen. Zu diesem Zweck soll ein einfach zu handhabendes, für unterschiedliche Präventionsthemen ausreichend bestücktes Fahrzeug eingesetzt werden. Das PrEventMobil kann bei Aktionswochen, Schulfesten, Schützenfesten etc. eingesetzt werden und soll so Jugendliche dort erreichen, wo der Konsum stattfindet. Die Kommunikation mit der Zielgruppe wird durch Ansprache von Gleichaltrigen erleichtert.

Alkoholfreier Cocktailstand

Es werden alkoholfreie, geschmackvolle und preiswerte Cocktails an die breite Bevölkerung verteilt. Informationsmaterial und das Gespräch mit betroffenen Ehrenamtlichen sollen helfen, das gesellschaftliche Tabu um das Thema Sucht zu durchbrechen und erste kritische Reflektionen zum eigenen Suchtmittelkonsum zu initiieren. Aufsuchende Arbeit in Krankenhäusern: Aufgrund der zunehmenden Zahl an Jugendlichen, die auf den Krankenhausstationen aufgrund eines Alkohol-Komas behandelt werden, soll den Betroffenen vor Ort ein Angebot gemacht werden.

Akteure
  • Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH

Eine Erfolgskontrolle wird durch Befragung der Nutzer über die Akzeptanz der Angebote gewährleistet.